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Alkoholverkäufer auch im Emsland boykottieren




Es werden Unsummen an Steuergeldern für die Präventionsarbeit ausgegeben, um den Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen zu reduzieren. Interessiert das eigentlich jemanden?

Fast 50% der Einzel- und Großhändler können sich im Grunde ein Schild an die Tür hängen mit der Aufschrift: „Wir haben keine Skrupel harte Drogen wie Alkohol an Minderjährige zu verkaufen.“

Anders kann man das Ergebnis der Kampagne, gegen den exzessiven Alkoholkonsum von Jugendlichen, eigentlich nicht werten. Da gibt es nichts zu beschönigen und nichts drum herum zu reden. Trotz massiver Aufklärungsarbeit von Seiten der Behörden, geht der illegale Verkauf von Alkohol an junge Menschen weiter. Verwarnungen wurden ausgesprochen: ohne Erfolg, Bußgelder wurden verpasst: kein Erfolg. Selbst mehrfache Verstöße und Belegungen mit Bußgeldern, führen nicht dazu, dass die Verantwortlichen den Verkauf unterlassen. Der Gewinn bei Umgehung des Gesetzes ist offensichtlich größer als der finanzielle Verlust durch Bußgelder. Die Gier ist der Motor auch in dieser Branche und setzt sich über alle Bedenken und jede Verantwortung hinweg. Sie beschränkt sich nicht auf den Finanzmarkt.

Fahrlässige (vorsätzliche?) Körperverletzung
Das Thema ist seit geraumer Zeit in allen Medien und niemand kann behaupten, er wüsste nicht, welche verheerenden Folgen es für junge Menschen hat, wenn sie schon mit 11, 12 oder 13 Jahren regelmäßig Alkohol konsumieren. Und niemand kann sagen, er hätte davon nichts mitbekommen. Als Kaufmann schon gar nicht, weil er die Gesetze kennen muss, die für seine Branche greifen. Wer sich daran nicht hält, der zeigt deutlich, dass er es nicht so genau nimmt mit seiner Verantwortung. Wer weiß, wie es ansonsten mit der eigenen Verantwortung hinter der Ladentheke aussieht, was zum Beispiel Lebensmittelhygiene angeht … Jemand der so ein wichtiges Thema ignoriert, der wird sich wohl kaum genieren auch in anderen Bereichen – sagen wir mal – etwas luschig zu denken und zu handeln. Das ist jetzt keine Unterstellung, sondern schlicht ein Gedanke, der mir als Verbraucher durch den Kopf geht.

Nicht unerwähnt bleiben sollen allerdings auch die 54 % des Einzelhandels, bei denen Testkäufe zeigten, dass sie sich sehr wohl an die Gesetze halten. Und das lässt natürlich auch hoffen, dass in diesen Fällen die Verantwortung ernst genommen wurde. Denn die lächerlichen Bußgeldbeträge, werden es kaum sein, die dazu führen, dass der Verkauf von Alkohol an Kinder und Jugendliche bei diesen Firmen nicht stattfindet.

Jeder von uns hat Macht
Auch wenn es an mittelalterliche Marktplatzhinrichtungen erinnert: Wenn man schon nicht die schwarzen Schafe öffentlich bekannt macht, dann doch wenigstens eine Liste der Händler, die im positiven Sinne aufgefallen sind. Als Erwachsene und Eltern, kann man sein Kaufverhalten daran orientieren. So werden diejenigen belohnt und motiviert, die sich an den Jugendschutz halten und es würde massiver Druck auf Verkaufsstellen ausgeübt, die sich über Gesetze und Gesundheit unserer Jugend hinwegsetzen. Ein Boykott der Händler, die wissentlich den Ruin unserer Kinder hinnehmen, um ihren eigenen Vorteil zu suchen, wäre eine regulierendes Marktinstrument, das den Steuerzahler keinen Cent kostet und dennoch effektiv wirken würde. Es ist eine unheilvolle Entwicklung, dass Verbraucher ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen und lieber darauf waren, dass Behörden und Institutionen alles für sie regeln. Das funktioniert einfach nicht, wie man nicht nur an diesem Thema sieht.

Wenn eine solche öffentliche Anerkennung der Verkaufsstellen nicht von behördlicher Seite geschieht, dann würde ich mir als Verkaufsleiter jedenfalls ein Schild in den Laden hängen: „Wir verkaufen nachweislich keinen Alkohol an Kinder und Jugendliche, dies wurde von behördlicher Seite geprüft und bestätigt.“

Von dieser Stelle deshalb auch mein Dank, an alle Verkaufsstellen, die Verantwortung beweisen und positiv auffallen!

Tigerauge

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1 Kommentar

  1. Als heute trockener Alkoholiker kann ich ich es auch nicht verstehen, warum solche Dinge gemacht werden.
    Nur wenn die Strafen für die Verkäufer richtig greifen würden, hätte es vielleicht Erfolg.
    Wer Hilfe als Alkoholiker brauch, kann ja mal auf http://www.forum-alkoholiker.de schauen, wo es hinführen kann.

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