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Astrid Grotelueschen CDU




Können Täter Opfer schützen?

Niedersächsische Ministerin für Tierschutz zieht Gewinne aus qualvoller Tierhaltung
Astrid Grotelüschen (CDU), seit 2010 Leiterin des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Niedersachsen, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie sich an den qualvollen Leiden aus miserablen Tierhaltungen bereichert.

Es geht um einen Putenzuchtbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern, an dessen Gewinn Ministerin Grotelüschen bis zum Antritt ihres Ministerpostens finanziell beteiligt war.

Die Vorwürfe kommen von der Tierrechtsorganisation „Peta“ die über Europas größte Mastputenbrüterei in Ahlhorn und den Verkauf der ausgebrüteten Tiere an Betriebe berichtet, die von Tierschutz und artgerechter Haltung offensichtlich noch nie etwas gehört haben.
Fünfmillionen (in Zahlen: 5.000.000) Puten werden in der Puten- erzeugergemeinschaft Ahlhorn jährlich augebrütet und weiterverkauft. Geschäftsführerin dieser Firma war die jetzige Ministerin Astrid Grotelüschen, die sich keiner Schuld bewusst ist. Sie habe nichts gewusst und sei deshalb nicht verantwortlich, für die Zustände der Betriebe, die von ihrer Mastbrüterei die Puten beziehen und weiter aufziehen (Zu diesen Betrieben gehört z.B. auch Wiesenhof, wo es nicht weniger zimperlich zugeht).

Immer die gleichen Bilder von gequälten Tieren
Natürlich ist es müsig, immer wieder auf die entsetzlichen Tierhaltungsbedingungen in vielen Betrieben hinzuweisen. Allerdings ist es um so nötiger, wenn hinter diesen Mästereien, Minister stehen, die sehr genau wissen, was dort abläuft und sich nicht massiv für veränderte Haltungsbedingungen einsetzen, sondern stattdessen die Augen verschließen und sich satte Gewinne aus der Tierquälerei in die Taschen stecken.

Nun steht im Titel des Ministerpostens nicht das Wort „Tierschutz“, sondern „Verbraucherschutz“. Verbraucherschutz bedeutet eben aber auch Tierschutz, damit der Verbraucher Fleisch von gesunden Tieren auf den Teller bekommt. Niemand kann sich heute vor sein Puten- oder Schweinegericht setzen, ohne eine Mitverantwortung am Leid der Tiere zu tragen. Es genügt nicht, sich darauf zu verlassen, dass die Tierschutzgesetze wohl ausreichend sein mögen, dass nett und adrett daherkommende Ministerinnen nicht so aussehen, als wären sie skrupellose oder geldgierige Tierquäler. Und deshalb genügt es auch nicht, eine Ministerin allein anzuklagen. Jeder, der um die Zustände in Mastbetrieben weiß, trägt einen Teil der Verantwortung dafür, dass der Tierquälerei ein Ende gemacht wird.

Ein Tier artgerecht zu halten und aufwachsen zu lassen, gesund zu füttern und ihm ein gutes Leben zu ermöglichen, kostet schlichtweg Geld. Und je günstiger Sie die Putenteile und Schweinesteaks aus der Gefriertruhe ihres Discounters fischen, desto sicherer können Sie sein, dass Sie mit diesem Kauf die Tierquälerei unterstützen und ebenso die Menschen, die sich an diesen widerlichen Geschäften beteiligen. Der Gier der Menschen werden wir kaum Herr werden, wohl aber unserer eigenen Gier nach billig, billig, billig. Denken wir doch endlich besser nach beim Einkaufen. Sei es, um die Tiere zu schützen oder sei es, dass wir verantwortungslosen Machtinhabern nicht auch noch Gewinne zuschustern.

In der Politik wird immer viel davon gesprochen, dass „Verantwortung übernommen wird.“ Tatsächlich ist das aber nichts als ein Lippenbekenntnis. Verantwortung übernimmt man nicht, indem man so tut, als wüsste man von nichts oder bestenfalls mit Rentengarantie zurücktritt, sondern, indem man Rückrat zeigt, aufsteht und mit dem Finger auf Missstände zeigt. Auch und gerade dann, wenn man jahrelang Geschäftsführerin eine Putenbrüterei war, die ihre Tiere bis heute an Tierquäler verkauft. Aber das kann man wohl nicht erwarten, wenn schon als Geschäftsführerin keine Verantwortung für die Lebewesen übernommen wurde, sondern nur für das eigene Konto.

Deshalb ist es um so wichtiger, immer wieder auf Haltungs- bedingungen hinzuweisen, das Leid der Tiere öffentlich zu machen, damit keiner, weder Minister noch Verbraucher sagen können: „Davon habe ich nichts gewusst.“

Hier können Sie sich aktiv für die Schaffung eines Tierschutz- ministeriums einsetzen.
Schreiben Sie dem Ministerpräsidenten von Niedersachsen David MacAllister einen persönlichen Brief!

In einem Video der Tierrechtsorganisation „Peta“ auf youtube können Sie sich ansehen, was keiner sehen will, was hinter dem Vorwurf gegen Astrid Grötelüschen steckt und weshalb sie als Ministerpräsidentin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz völlig fehl am Platze ist. Um derartige Fehlbesetzungen in Zukunft zu vermeiden, fordert Peta ein eigenes Ministerium für den Tierschutz, besetzt mit Ministern, die sich nicht entscheiden müssen zwischen Gier und Gewissen.



Tigerauge

Entsprechende Artikel auf “Olle Piepen” zum Thema:

Westerwelle und Schneid abkaufen

Westerwelle+Hartz-IV

Bundestagswahl – wer regiert, bestimmen wir

Europa ruft



2 Kommentare

  1. Das ist wirklich eine Schande. Dass ein Minister bzw. eine Ministerin auch noch Kapital aus qualvoller Tierhaltung zieht, ist wirklich nicht zu glauben, scheinbar aber leider Realität. Ich bin auch dafür, dass ein Tierschutzministerium geschaffen wird. Man muss sich beim Anblick dieser Bilder nicht wundern, wenn die Menschen immer weniger Fleisch essen.

  2. Dieser Artikel macht mich auch sehr nachdenklich, traurig und wütend. Ich finde Tierquälerei (und das ist meiner Meinung nach Massentierhaltung in dieser Form) grauenvoll. Verantwortung übernimmt die Ministerin in diesem Fall wirklich nicht. Wo finanzielle Interessen im Vordergrund stehen, bleibt Menschlichkeit oft leider komplett auf der Strecke. Ich bin auch für die Schaffung eines solchen Tierschutz-Ministeriums.

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