Auffällig unauffällig – Ausraster durch Medikamente aus-
gelöst
Immer wieder tauchen in den Medien Schlagzeilen auf von Amokläufen oder Kurzschlusshandlungen, wo Menschen scheinbar grundlos andere Menschen töten, unbescholtene Familienväter ihre komplette Familie auslöschen. Empörung, Entsetzen, Trauer und Hilflosigkeit sind in der Regel die öffentlichen Reaktionen. Amoklaufenden Schülern wird schnell unterstellt, dass sie sich durch exzessives Computerspielen, mit entsprechendem Gewaltpotenzial, aus ihrer realen Umwelt abgekapselt haben und Spiel und Realität nicht mehr trennen können.
Bei Erwachsenen muss der Kurzschluss als Erklärung herhalten, der durch Arbeitslosigkeit, Verschuldung oder Eheproblemen ausgelöst worden sein soll. Fast jeder kann in seinem Bekanntenkreis auf einen „Fall“ zurückblicken, wo ein Mensch sich „wie aus heiterem Himmel“ das Leben genommen hat. Die Umwelt kann in all diesen Fällen nur Vermutungen anstellen, denn die Wenigsten kennen die wahren Gründe dafür, weshalb bisher eher unauffällige und ganz normale Menschen plötzlich „austicken“ und hemmungslos alles vernichten, was ihnen in den Weg kommt. Sich selbst eingeschlossen.
In der Tat kann dies ein Kurzschluss sein. Nur reicht das als Erklärung? Kurzschlüsse mit solchen Folgen sind doch nicht die Norm. Der Begriff Kurschluss gehört doch eigentlich in die Rubrik Elektrik. Wo Stromkreise falsch geschaltet werden, dort entstehen Kurzschlüsse. Gibt es im Haushalt einen Kurzschluss, dann findet man sich nicht damit ab und sagt: „Tja, schade, jetzt haben wir keinen Strom mehr, aber das ist eben so, bei einem Kurzschluss.“ Nein, der Elektriker wird geholt, die Ursache wird erforscht und ausgeschlossen. Genau diese Ursachenforschung wurde auch bei unerklärlichen Selbstmorden und Amokläufen gemacht. Allerdings mit dem Unterschied, dass die Ursache nicht ausgeschlossen sondern vertuscht wird.
Weshalb gibt es heutzutage soviel mehr Jugendliche, die plötzlich ausrasten und sich zum Henker und Rächer für wahnwitzige Ideen ernennen, um meistens Mitschüler und Lehrer regelrecht hinzurichten? Fakt ist, dass diese angeblich unauffälligen Jugendlichen schon allein durch ihre extreme Unauffälligkeit auffallen. Und in den meisten Fällen stellt sich heraus, dass diese Jugendlichen nur deshalb so extrem unauffällig waren, weil sie durch Medikamente wie Prozac, Paxil, Lexapro, Zoloft, Symbyax und wie sie alle heißen, ruhiggestellt wurden. ADHS (Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätssyndrom) hieß irgendwann die unheilbringende Diagnose beim Arzt, weil das Kind extrem hibbelig und unkonzentriert war. Spätestens mit Schulbeginn, bekommen solche Kinder und deren Eltern extremen gesellschaftlichen Druck, weil ihr Kind den Schulbetrieb „stört“. Hilfe versprechen Antidepressiva, die im Gehirn die chemischen Abläufe verändern, und die ADHS-Betroffenen ruhigstellen. So schön angepasst können sie weiter am Unterricht teilnehmen und sind scheinbar in die Gesellschaft eingegliedert. Unauffällig eben.

Was aber verschwiegen wird, sind die katastrophalen Nebenwirkungen der Medikamente. Von vielen Amokläufern ist bekannt, dass sie zuvor genau diese Medikamente jahrelang eingenommen haben. Und dass es immer wieder unter falscher Dosierung zu schwersten Depressionen und Selbstmorden bei Kindern und Erwachsenen führt. Jugendliche, die sich in der Pubertät von Zwängen befreien wollen, und das Medikament abrupt absetzen sind besonders gefährdet. Das chemische Gleichgewicht im Gehirn gerät komplett durcheinander und es kommt zu Realitätsverlust und Kurzschlüssen. Je weniger Kontakt Jugendliche zu anderen Jugendlichen haben, desto größer ist die Gefahr, dass Wesensänderungen unbemerkt bleiben und so die Katastrophe im Verborgenen reift.
ADHS hat nichts mit geistiger Behinderung zu tun. Im Gegenteil, oft versteckt sich hinter diesem Verhalten eine Hochbegabung und damit völlig unterforderte Kinder. Oder Kinder, die verzweifelt nach Grenzen suchen, die ihnen niemand gab, weil die Eltern genug damit zu tun hatten, ihr Leben so zu organisieren, dass sie selbst als angepasst eingestuft und von der Umwelt anerkannt wurden. Es gibt immer auch Ausnahmen, wo organische Ursachen hinter unangepasstem Verhalten stecken. Aber einem Kind Medikamente zu geben, von denen bekannt ist, dass sie schwerste psychische Nebenwirkungen haben, nur weil es sich nicht nahtlos in eine vorgegebene Form einfügt, ist unverantwortlich und ein Armutszeugnis für unser gesellschaftliches Denken. Wie gefährlich diese Medikamente sind, die sicherlich vorübergehend eine Entlastung für Familien und Schule sein können, wird von pharmazeutischen Lobbyisten immer wieder in den Hintergrund gespielt. Kein Wunder, immer mehr Kindern wird das ADHS-Syndrom bescheinigt, um ihnen in sicherlich gut gemeinter Absicht, den Weg durch die Schulzeit zu ebnen. Den Preis dafür zahlen sie oft Jahre später. Depressionen, Drogenmissbrauch, Alkoholabhängigkeit und Suizid sind Folgen, über die nicht so spektakulär in Medien berichtet wird, wie über die Amokläufer. Bei fast allen, war die Einnahme von Antidepressiva im Spiel war.
Bericht über skandalöse Hintergründe und Schicksale Betroffener von Frontal 21
[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=RFFmSnyoXpc]
Tigerauge
Entsprechende Artikel auf “Olle Piepen” zum Thema:
Karriere hat man nicht – man macht sie.
Familie, Schule und Gedöns

Wow, wieder ein spannender Artikel. Ich habe überhaupt nicht gewusst, dass auch Medikamente die Ursache für so schlimme Taten sein können. Was ich jedoch weiß, ist, dass Medikamente teils starke Nebenwirkungen haben können. Mir war jedoch nicht bewusst, dass man dadurch extreme Depressionen bekommen kann. Scheinbar unterschätzen viele Menschen die Gefahr? Ich bin eigentlich auch kein Typ, der sich um die Nebenwirkungen bei Medikamenten kümmert oder sorgt. Durch den Beitrag hier werde ich aber wieder verstärkt darauf achten, was ich da zu mir nehme!
Auch Antibiotika haben schlimme Nebenwirkungen. Ich habe selber schon erlebt, wie diese auf die Psyche wirken und zu Ausrastern führen.
Aber die Kasse muss doch klingeln und Nebenwirkungen haben immer nur die Anderen.
Ärzte tun so, als hätte sich bei ihnen noch nie ein Patient mit Nebenwirkungen gemeldet. Wen wunderts, so läppische Antworten würde mir ja nicht einmal ein Erstklässler geben.
Mich würde mal interessieren, wie ein von Ärzten als harmlos eingestufter Medikamentenmix in Wahrheit wirklich wirkt und wie gefährlich solche Mixe sind.
Denn mit einem Medikament fängt es an und dann wird noch das und das dazu verschrieben und dann wird ausgetauscht und dazuverschrieben und und und….plötzlich ist man bei 10 verschiedenen Medikamenten.
diese Psychopharmaka sind tötlich
ein guter Film dazu wäre: Ein Milliardengeschäft, gefährliche Psychopharmaka