Vermutlich Deutschlands jüngste Autorin: Cosima Prem
„Vier Freundinnen auf Schatzsuche“
Erschienen im Mai 2008
Eine Autorin, die mit acht Jahren einen Roman schreibt, den ich an einem Stück durchlese, weil er den Leser Schlag auf Schlag, in die Abenteuerwelt der Teenies saugt, ist ohne Zweifel auf dem besten Wege, sich zur Schriftstellerin zu mausern.
Ohne Umschweife steigt Cosima Prem in ihre Story ein. Ihre Protagonistin wird heimtückisch von skrupellosen Gaunern gekidnappt und gefangen gehalten, um Lösegeld zu erpressen. Ein Kind nach dem anderen aus dem Stadtviertel fällt ihnen in die Hände. Eltern und Polizei sind machtlos. Doch Ute, die anfangs schüchterne und unverstandene Schülerin, wächst mit ihren Problemen über sich hinaus, und entpuppt sich als mutige und clevere Freundin. Mit all ihren Fähigkeiten setzt sie sich dafür ein, dass die nicht gerade zimperlichen Gauner, ihre gerechte Strafe bekommen. Die Antwort, ob und wie ihr das gelingt, bleibt bis zur letzten Seite offen.
Doch nicht genug damit. Während der Suche nach den Übeltätern stolpern die Freundinnen, ohne es zu ahnen, in eine wilde Schatzsuche, bei der sie von geheimnisvollen Schatzkarten in unbekannte Gefilde geleitet werden. Als wäre es Utes Bestimmung, genau diesen abenteuerlichen Weg der Suche zu gehen, stellt sich am Ende heraus, dass … nun, das lesen Sie am Besten selbst.
Das Buch sprüht nur so von genialen Ideen und Einfällen, die die vier Freundinnen einfach so aus dem Ärmel schütteln. Und das, obwohl sie wirklich die kniffligsten Abenteuer erleben und durchstehen. Wer bisher glaubte, dass Kinder, ohne Erwachsene, keine Probleme lösen können, der wird von Cosima Prem gehörig reformiert. Denn soviel ist sicher: Kein Erwachsener wäre in der Lage, sich derart fantasievoll und unkompliziert, aus den durchaus lebensgefährlichen Situationen zu befreien. Ob es sich um die unverhofft einbrechende Sintflut handelt, um die dramatische Flucht vor den Entführern, den Sturz in wilde Meeresstrudel, um die vollen Windeln einer Mitgefangenen, oder darum, sich Nahrung für den langen Weg der Schatzsuche zu beschaffen. Hier reiht sich, ohne langatmige, ermüdende Erklärungen, ein Abenteuer an das Nächste und besticht durch verblüffende Effekte, in scheinbar aussichtslosen Situationen.

Ein leicht verständlich geschriebenes Buch, in dem nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht. Ein Roman, der sowohl Eltern als auch Kindern viel Spaß macht und so manche Lachträne rollen lässt. Das alles geschrieben in einem klaren Stil, der Unmögliches möglich macht, ohne Firlefanz, aber mit einer Selbstverständlichkeit, mit der Kinder in dem Alter ihre Welt, in der noch alles möglich ist, erleben. Erwachsene Helfer spielen in Cosima Prems Buch selbstverständlich keine Rolle. Als nicht wichtig zu nehmende Spaßbremsen, die eh nichts verstehen, haben sie ihren Part als staunende Eltern im Hintergrund erhalten. Endlich mal!
© gcroth, satzstudio roth / wortschmiede roth, 09. April 2009
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Eine 8-Jährige, die ein Buch geschrieben hat? Wie soll das funktionieren? :biggrin: Das muß ja ein Wunderkind sein! Hat sie das Buch wirklich selbst geschrieben oder hat ein Elternteil oder Author das Buch für die Kleine geschrieben und sie hat sich die Geschichte dazu ausgedacht?
Naja, ein Wunderkind nicht, aber sicher sehr talentiert.
So kleine Überflieger gibt es doch hier und da immer wieder :clap:
Hier gibts ein Radio-Interview mit der jungen Dame:
http://cosima.prembuch.de/