Dass Mallorca durch wunderschöne Landschaften und angenehmes Klima beeindrucken kann, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Unzählige Klippen, lange Strände, ruhige Wälder und Berge sowie beliebte Partyorte machen Mallorca zu einem einzigartigen und sehr begehrten Urlaubsort. Sonne, Strand und, je nach Ort, Erholung oder Party sind die wohl ersten Reize, die unsere liebste Insel im Kopf eines Urlaubers auslösen.
Doch auch die mallorquinische Küche weiß die Bewohner und Touristen der Mittelmeerinsel zu überzeugen. Sie ähnelt den anderen spanischen Küchen sehr stark, vertraut im Vergleich zu denen im spanischen Festland aber häufig noch mehr auf Fisch. Mediterranes Gemüse wie Zucchini, Auberginen oder Paprika spielen ebenfalls eine große Rolle in vielen mallorquinischen Gerichten. Darüber hinaus wird grundsätzlich nahezu jedes Essen mit Olivenöl zubereitet.
Die Essensgewohnheiten auf Mallorca ähneln ebenfalls denen in ganz Spanien. Die Hauptmahlzeit ist das, im Verhältnis zu deutschen Zeiten, sehr späte Abendessen. Zum Frühstück isst man in Spanien in der Regel nur eine Kleinigkeit an Spritzgebäck und den Tag über versorgt man sich durch Tapas, also verschiedene kleine Häppchen. Als Tapas werden beispielsweise Oliven, verschiedene Käsesorten oder frittierte Meeresfrüchte angeboten. Gelegentlich wird auch im Laufe des Tages schon auf eine Paella zurückgegriffen. Paellas gelten als eine der Spezialitäten spanischer Küchen und sind mit Meeresfrüchten und verschiedenem Gemüse gespickte Reispfannen. Das Abendessen servieren Einheimische in der Regel zwischen 21 und 22 Uhr, weshalb man zu den uns bekannten Essenszeiten zwischen 18 und 20 Uhr nur selten Spanier an den Restauranttischen entdecken wird.
Das Abendessen besteht in der Regel ganz üblich aus einer Vorspeise, einem Hauptgang und einem Dessert. Vorweg werden häufig Suppen mit Fleisch, Fisch oder Gemüse serviert. Eine mallorquinische Spezialität ist der Eintopf mit Meeresfrüchten, der in den Speisekarten oft unter dem Namen Caldereta zu finden ist. Wem Meeresfrüchte schmecken, sollte bei seinem nächsten Inselbesuch in einem einheimischen Restaurant in jedem Fall nach einem solchen Eintopf Ausschau halten.
Die Hauptgerichte der mallorquinischen Küche bestehen fast ausschließlich aus Fisch oder Fleisch, serviert mit diversen Beilagen. Durch die Lage am Meer und den weit verbreiteten Fischfang rund um die Insel ist das Angebot an Fisch jedoch häufig größer als das an Fleisch und ausnahmslos zu empfehlen. Durch den lokalen Fischfang muss dieser keine großen Transportwege zurücklegen, um schließlich seinen Weg auf den Teller zu finden. Im Zubereiten von Fisch sind die Mallorquiner außerdem mehr als geübt. Auch frittierter Fisch, besonders Calamares (Tintenfisch), wird in vielen spanischen und mallorquinischen Restaurants angeboten.

Das spanische Angebot an Desserts überrascht an Vielseitigkeit und einzigartigem Geschmack. Dementsprechend finden sich auch in den mallorquinischen Restaurants und Buffets zahlreiche Leckereien von Kuchen, Torten und Spritzgebäck, bis hin zu Obst und verschiedenen Puddingsorten, allen voran dem mit Karamell überzogenen „Flan“, einem in ganz Spanien sehr beliebten und häufig servierten Eierpudding.
Bei den Getränken zum Essen steht das Wasser, sowohl mit (con gas), also auch ohne Kohlensäure (sin gas), an erster Stelle. Zum Abendessen wird auf Mallorca darüber hinaus sehr oft kräftiger, spanischer Rotwein serviert, der aufgrund spärlich vorhandener Weingebiete jedoch in den meisten Fällen vom spanischen Festland importiert wird.
Neben Wein und Bier zählen auf Mallorca vor allem auch Cocktails zu den beliebtesten alkoholischen Getränken. Die Piña Colada sowie der Caipirinha sind dabei die auf Mallorca am weitesten verbreiteten Mischgetränke.
Ein weiterer reizvoller Aspekt Mallorcas ist also neben dem Wetter und der wunderschönen Landschaft auch die mediterrane Küche, die besonders mit zahlreichen verschiedenen Tapas und Fischgerichten zu überzeugen weiß.
Tigerauge
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