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Dunkle Zeiten



Dunkle Jahreszeit - dunkle Gedanken?

Viele Menschen kennen seelische und auch körperliche Tiefpunkte, die gerade im November besonders stark auftreten. Man schiebt diese gedrückte Stimmung hauptsächlich auf das Wetter, das in diesen Wochen dunkle Wolken, Regen und Nebel mit sich bringt. Ganz sicher beeinflusst das Wetter das seelische Befinden. An einem Sommertag, an dem schon morgens die Sonne ins Fenster strahlt, steht es sich einfach leichter auf, als einem Morgen, an dem der Blick aus dem Fenster verheißt, dass es kalt, nass und dunkel ist, während man sich aus dem warmen Bett quält.

Das Wetter allein macht niemanden depressiv. Eigentlich ist es ganz normal, dass nach der turbulenten Sommerzeit jetzt Ruhe eingekehrt. Man sitzt öfter zu Hause und hat Zeit die Gedanken fließen zu lassen, sich zu entspannen und über vieles nachzudenken, dass sich ereignet hat im laufenden Jahr. Erst jetzt kommt die Seele zur Ruhe und braucht ein wenig Aufmerksamkeit. Besonders wenn man merkt, dass so manches aus dem Unterbewusstsein auftaucht, das man im Sommer mit vielen Aktivitäten überdeckt hat. Manchmal sind es dunkle, traurige Gedanken. Gedanken an Dinge und Situationen, die man erlebt hat und eigentlich gern ganz anders gestaltet hätte. Fehler, die man gemacht hat, scheinen an Gewicht zu gewinnen und Verletzungen, die man erlitten hat oder sogar ausgeteilt hat, wollen verarbeitet werden. Da ist es gut, wenn man sich mit guten Freunden trifft und auch einmal solche Themen besprechen kann. Viele Menschen scheuen sich, das Thema anzusprechen, weil sie glauben, dass sie allein mit ihren depressiven Phasen dastehen. Sie haben Angst ihr Gesicht zu verlieren, wenn sie zeigen, dass sie gerade alles andere als stark und gut gelaunt sind. Kein Wunder, werden wir doch alle ständig durch die Medien dahin manipuliert, dass nur der etwas Wert ist, der immer vorne steht, der immer lacht, der immer fit ist und immer den Durchblick hat. Schwächen werden aus der Businesswelt ausgeblendet, um eine irreale Welt darzustellen. Wer es allerdings dennoch wagt, sich jemandem anzuvertrauen, kann sehr schnell die wunderbare Erfahrung machen, dass er ganz und gar nicht alleine ist mit seinen Ängsten und Selbstzweifeln.

Tatsächlich ist es völlig unnatürlich, wenn ein Mensch keine innerlichen Höhen und Tiefen erlebt. Das Gefühlsleben funktioniert ganz genauso wie alle anderen Dinge des Lebens. Es verläuft in Wellen. Launen und Energiezustände im Körper werden von so vielen Dingen beeinflusst und ändern sich ständig. So wie es Ebbe und Flut an den Küsten gibt, so gibt es Hochs und Tiefs im Lebenszyklus. Wer voller Energie ist und gut gelaunt durch seinen Tag gegangen ist, denkt meist nicht darüber nach, weshalb das so ist. Er nimmt es einfach hin, weil es sich gut anfühlt. Wechselt dann die Stimmung und man fällt in ein tiefes Loch, von dem man glaubt, es nicht verlassen zu können, dann beginnt man zu grübeln und zu forschen, wer oder was, jetzt daran Schuld sein mag. Dieses Grübeln verstärkt in der Regel das traurige Gefühl. Dabei hat es genauso seine Berechtigung, wie ein Tag voller Freude. Oft ist eine gedrückte Stimmung noch nicht einmal seelisch, sondern körperlich bedingt. Wer sich zum Beispiel im Beruf völlig verausgabt, kann sehr schnell in ein seelisches Tief geraten, mit dem der Körper eigentlich um Hilfe ruft: Ich brauche mehr Ruhe, ich brauch Erholungsphasen, ich bin überfordert! Und je mehr Power so ein Job fordert, desto tiefer kann die Stimmung sinken.

Wer sich seinen Gefühlen stellt und sie einfach annimmt, als etwas, das ganz normal zum Auf und Ab des Lebens gehört, der kann mit depressiven Stunden oder auch mal Tagen, ganz gelassen umgehen. Kann einfach sagen: „Heut bin ich nicht gut drauf, wundert euch nicht, wenn ich einfach mal in Ruhe gelassen werden will.“ Jeder Mensch erlebt Phasen der Selbstzweifel und Unzufriedenheit.

Wer über einen längeren Zeitraum von Selbstzweifeln und traurigen Gedanken gequält wird, dessen Wechselspiel des Yin und Yang ist ein wenig aus dem Takt geraten. Aber auch das geschieht sehr vielen Menschen irgendwann in ihrem Leben. Wer das Gefühl hat, auf der Stelle zu treten und immer wieder an den gleichen Dingen zu scheitern, der sollte sich nicht zurückziehen und traurig grübeln. Denn das vermeintliche Scheitern an immer wiederkehrenden Situationen ist schon das Erkennen, dass man vor einer Stufe der Veränderung steht. Vielleicht scheint die Stufe zu hoch zu sein. Dann kann man sich Hilfe holen, die einen an die Hand nimmt. Das können Freunde sein oder auch Ärzte, die mit viel Erfahrung beim Überwinden solche Stufen begleiten und als Schutz fungieren.

Einige Menschen therapieren sich in diesen grauen Tagen übrigens sehr erfolgreich selbst, indem sie beginnen, all ihre Gedanken und Gefühle, die sie bedrücken, aufzuschreiben. Sich Dinge von der Seele zu schreiben haben schon Goethe, Schiller und viele Dichter vor und nach ihnen getan. Entstanden sind dabei wunderbare Gedichte und Geschichten, die anderen Menschen zeigen können: „Wie schön, es geht mir nicht alleine so.“

Wer so ein Gedicht oder eine Geschichte für die dunklen Zeiten geschrieben hat, kann sie gern bei Olle Piepen zum Besten geben! Wir sind gespannt - und wünschen noch eine kreative November- zeit.

Tigerauge

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5 Antworten zu “Dunkle Zeiten”

  1. == sagt:

    Warum bin Ich wie ich bin?!

    Warum kann Ich niemanden mein Inneres zeigen?!

    Warum hab Ich Angst, andere zu verletzten, indem Ich mein wahres Ich zeige?!

    Wie sollen Andere mich auch verstehen, wenn Ich niemanden habe,
    den Ich mein wahres Ich zeigen will?
    Nicht will?
    Ich will ja, nur traue Ich mich nicht!!

    Warum nicht?
    Warum nicht!

    Für Außenstehende bin Ich der immer Glückliche, der stets gut gelaunte.

    Wie sollen Sie auch etwas anderes denken, wenn ich doch, seit ich denken kann, gelernt habe meine Gefühle zu unterdrücken.

    Warum traue ich mich nicht zu sagen, zu fühlen was ich denke?

    Ich bin ein Chamäleon ohne Selbstbewusstsein.

    Ist dies der Grund oder der Auslöser dafür, das ich in meinem Leben so oft verarscht und enttäuscht wurde?

    Wen kann Ich fragen? Wem kann Ich mich Offenbaren?

    Im Moment nur dich, du Stück Papier.

    Ich traue es mir bei dir, aber auch nur weil du mich nicht verletzten kannst.
    Jedoch Antworten gibst du mir keine.

  2. gsotti sagt:

    Fragen

    Verworrenes Herz, verworrenes Gefühl
    ich dreh mich im Kreis weiß nicht was ich will.
    Soll ich unbekannte Schritte einfach wagen
    und Schmerzen ertragen ohne zu klagen.
    Den Tag beginnen mit frischem Mut,
    ohne zu wissen wird er auch gut.
    Den Abend erwarten, nicht scheuen die Nacht
    bin ich auch oft schon ängstlich erwacht.
    Besser achten auf mein Gefühl
    und spüren was ich wirklich will,
    oder soll ich einfach nur leben
    alles nehmen und alles geben.
    Mich berauschen lassen von schönen Dingen
    wenn mir danach ist einfach singen.
    Zu sein wie Regen und Sonne
    erleben Traurigkeit und Wonne.
    Das Leben genießen in all seiner Pracht
    solange sie reicht meine Lebenskraft.

  3. Nicole sagt:

    Habe ich zu wenig gegeben

    Mich überkommt das Gefühl ich gebe zu wenig und bekomme zu viel,
    dies macht mich traurig denn dies war sicher nicht mein Ziel.
    Danach bemüht Dir dafür all meine Liebe zu geben,
    schein ich dich vertrieben es schmerzt so spielt das Leben.

    Es scheint es war zu viel Liebe und zu wenig gut,
    du gingst doch in mir brennt der Liebe Glut.
    Viel Zeit des Nachdenkens und ich hab die Fehler eingesehen,
    zuviel Zeit es ist zu spät muss ich mir nun schmerzhaft eingestehen.

    Alles was ich tat weiß ich doch aus Liebe hab ich es getan,
    doch scheinbar sah es aus wie aus einem blinden Wahn.
    Es schmerzt so sehr da ich sehe ich hab es übertrieben,
    in der Seele brennt es denn ich hab dich damit wohl vertrieben.

    Ich meinte es nur gut nur leider zu sehr,
    von dem was du mir gegeben wollte ich mit Liebe aufwiegen und noch mehr.
    Vielleicht hast du das was ich dir zu geben suchte als etwas anderes aufgefasst,
    möglicherweise als etwas das du nicht verstehen konntest gar gehasst?
    Nun weißt Du was es wirklich war,
    ich erkannte und erkenne die Gefahr!

  4. Sabrina79 sagt:

    Dunkle Gedanken hat doch jeder irgendwann einmal. Es gibt immer mal ein Tief aber auf ein solches Tief folgt dann auch immer wieder ein Hoch! Also nicht zu sehr den Kopf darüber zerbrechen!

  5. Heiko sagt:

    In den Wintermonaten leiden verdammt viele Menschen unter schlechter Laune und Depressionen. Wer kann es einem verdenken, ist doch der Himmel grau und die Temperaturen sind eisig. Ich freue mich wieder aufs Frühjahr!

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