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Haustiere



Warum halten Menschen Haustiere?

Ein Teil der Menschen besitzt seine Tiere mehr aus Prestigegründen als aus Zuneigung. Es gibt Tierausstellungen, ja sogar Wettbewerbe darüber, wer das schönste Tier hat. Die Gewinner erhalten natürlich sehr viel Aufmerksamkeit, die „stellvertretend“ auf die Tierhalter übertragen wird. In England werden für solche Wettbewerbe neue Katzen- oder Hundearten gezüchtet, damit immer noch ausgefallenere Tiere präsentiert werden können. Oft geht es dabei auch um ein gewisses Gewinnstreben, das durch das Gewinnen von Preisgeldern gestillt wird. Die Tiere sind nur Mittel zum Zweck. Es gibt auch Menschen, die ihre Tiere benutzen, um ihre Macht zu zeigen. So wurden gefährliche Tiere gezüchtet und dann abgerichtet. Man hörte vor einiger Zeit in den Medien von einigen Fällen, in denen Kampfhunde Kinder angriffen, oft mit tödlichem Ende. Solche Geschehnisse tragen dazu bei, dass sich die Bevölkerung von solchen Tieren bedroht fühlt und auch die Besitzer meiden.

Aber um sich angenehmeren Seiten der Tierhaltung zuzuwenden, sei an dieser Stelle die Haustierhaltung zur Stärkung des Verantwortungsbewusstseins der Kinder genannt. Wer kennt sie nicht, die Versprechungen von Kindern, die sich ein Tier wünschen: „Ich werde auch immer den Hamsterstall sauber halten.“ oder „Ich werde immer mit ihm Gassi gehen.“. Viele Eltern geben dem Wunsch ihres Kindes nach und schaffen ein Haustier an. Das Kind muss sich jetzt um das Tier kümmern, es füttern und sauber halten, es trägt Verantwortung. Das Tier ist für das Kind aber auch ein Spielgefährte. Vor allem für Einzelkinder ist ein Haustier wichtig. Es können nicht an jedem Tag Freunde zum Spielen eingeladen werden, also verbringt das Kind viel Zeit alleine. Ein Haustier ist immer noch da, wenn die Freunde schon nach Hause gegangen sind. Man könnte das Tier also sogar als „Bezugsperson“ für das Kind bezeichnen und als wichtigen Teil der Erziehung.

Das Dream Team, meine Tochter Andrea mit zwei Jahren und unser Bernhardinerrüde „Beppo“ im Jahre 1979.

Das "Dream Team", meine Tochter Andrea mit zwei Jahren und unser Bernhardinerrüde „Beppo“ im Jahre 1979.

Aber nicht nur für die Kinder, auch für die Erwachsenen ersetzt das Tier vielleicht andere Menschen. Alleinstehende sind die meiste Zeit allein in ihrer Wohnung und dadurch auch oft einsam. Das können junge Menschen sein, die vielleicht keinen Partner haben, oder ältere Menschen, deren Ehepartner nicht mehr am Leben sind. Beiden Personengruppen bringt ein Haustier angenehme Gesellschaft und mehr Freude am Leben. Kommt man von der Arbeit oder nach dem Einkauf nach Hause, wartet es bereits auf seinen Besitzer und vermittelt ihm dadurch ein Gefühl des Gebrauchtwerdens, was sehr aufbauend sein kann. Auch können sie sich durch sie beschäftigen. Einen ausgedehnten Spaziergang am Abend zu machen, einmal mit seinem Hund als Begleiter um den Block zu joggen kann sehr erbauend sein. Man kann mit seinem Tier viel Zeit verbringen, da sie meistens angenehme Zeitgenossen sind.

Aber Tiere sind nicht nur für die Erbauung des Halters gut, sie erweisen sich auch als nützlich im Bereich des persönlichen Schutzes. Viele Familien haben einen Wachhund, auf den sie sich verlassen können. Durch solche Tiere fühlt man sich besser geschützt. Außerdem können dadurch eventuelle Einbrecher abgeschreckt werden, die ja nicht wissen können, ob hinter der Tür ein Mops oder ein Pitbull sitzt. Vor allem Hunde, aber auch andere Tiere haben für Behinderte eine besondere Bedeutung. Blinden Menschen werden speziell ausgebildete Blindenhunde zur Seite gestellt, die ihnen helfen, sich in der Welt zurechtzufinden. Sie sind für diese Menschen gleichzeitig oft auch der beste Freund und psychische Unterstützung in schweren Situationen.

Tigerauge


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7 Antworten zu “Haustiere”

  1. tastenflug sagt:

    Unser Hund kam aus sehr egoistischen Gründen in die Familie. Als Bewegungsmuffel und PC-Arbeiter kam ich kaum noch aus dem Haus. Egal, wer mit mir spazieren gehen wollte, ich sah keinen Grund, mich aufzuraffen. Keiner der Zweibeiner war darauf angewiesen, dass ich ihn begleitete. Also blieb ich im Haus. Dann kam mir die Idee: Ein Hund würde dafür sorgen, dass ich täglich hinaus müsste. Und das klappt jetzt schon viele Jahre hervorragend. :thumbs1:
    Natürlich bin ich ohnehin ein Hundefan und Tiere gehören für mich zum Leben einfach dazu. Aber für diesen einen Punkt, dass der Hund mich jeden Tag und bei jedem Wetter zwingt, an die frische Luft zu gehen, bin ich ihm wirklich dankbar und sag es ihm auch immer wieder :clap: Und so ganz nebenbei, mit einem Tier im Haus, gibts immer wieder lustige Ereignisse, die einem ein herzhaftes Lachen schenken. Ist schon ne feine Sache so ein Leben mit Tier.

  2. Koschi sagt:

    Hallo,

    ich persönlich habe keine Haustiere (hätte aber gerne welche). Im Moment ist mir das Halten eines Haustieres aufgrund der Hausordnung nicht möglich. Dennoch habe ich eine Meinung dazu. Ich finde, dass die Anschaffung eines Haustieres wohl und gut überlegt sein sollte. Vorallem wenn Kinder ein Haustier haben möchte, sollten Eltern sich im Klaren darüber sein, dass hauptsächlich sie selbst die Verantwortung tragen und das Kind auch schon mal das Interesse an dem Tier verlieren kann. Das alles muss gut überlegt sein!

  3. Viola sagt:

    Meine Eltern haben eine Katze, einen Hund ein bis vor kurzem hatten sie auch Pferde, was man dann allerdings wohl nicht mehr als Haustier bezeichnen kann. Ich selbst bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und hatte immer viel Umgang mit Tieren. Das was Koschi sagt, kann ich bestätigen. Eltern haften für ihre Kinder und deren Haustiere :Klugscheisser:

  4. Jens sagt:

    Meine kleine Schwester hat zwei Meerschweinchen. Sie kümmert sich aber auch wirklich gut um ihre Lieblinge. Eltern sollten sich auf jedenfall informieren und genau mit den Kindern besprechen, dass so ein Haustier ein Lebewesen ist, um das man sich richtig gut kümmern muss!

  5. conny sagt:

    Solange das alles funktioniert mit der Pflege der Tiere ist ja auch alles in Ordnung. Tiere sind doch für Kinder eine gute Möglichkeit zu zeigen, dass sie Verantwortung übernehmen können. Natürlich muss man als Elternteil die Kids dabei unterstützen und letztlich dafür sorgen, dass alles klappt!

  6. Rosi sagt:

    danke für diesen text :clap:
    den kann ich gut für mein referat gebrauchen!
    :2thumbs:

  7. Anika sagt:

    Kinder und Haustiere kann eine wunderbare, harmonische Verbindung sein, von der beide Seiten profitieren. Jedoch sollte den Eltern immer bewusst sein, dass sie die Verantwortung tragen und sich die Tierliebe bei manchen unserer kleinen Mitmenschen schnell wandeln kann, weil andere Dinge interessant werden. Kann sein, muss aber nicht.

    lg

    Anika

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