Mit Hochdruck in Lingen/Brögbern ins Wochenende
Heute Morgen stand ich gut gelaunt auf. Die Sonne strahlte mir entgegen und versprach mir einen wunderbaren Samstag in Lingen/Brögbern. Nach dem Frühstück wollte ich die Reinigung der Terrassenplatten endlich in Angriff nehmen. Der herrliche Tag war wie geschaffen dafür und es ist ja keine Arbeit, wenn man seinen Hochdruckreiniger anschmeißt und mit dem Wasserstrahl mal eben den Grünspan von den Terrassenplatten fegt.
Der Hochdruckreiniger stand seit drei Jahren brav im Keller und wartete auf seinen Einsatz. Uff, so schwer hatte ich ihn gar nicht in Erinnerung. Na egal, er hat ja Rollen. Die sind allerdings etwas unglücklich an ihm positioniert. Hätte ich ihn damit ziehen wollen, hätte ich auf allen Vieren vor ihm her kriechen müssen. Das Risiko, dabei vom Nachbarn beobachtet zu werden, war mir einfach zu groß. Also schleppte ich ihn zur Terrasse. O.K. Stromkabel hing dran. Aber irgendwas fehlte. Was nur? Ahhh ja, die Spritzdüse samt Schlauch! Noch mal in den Keller, Spritzdüse aus den Spinnweben in der Ecke befreit und ab auf die Terrasse. Der Anschluss für die Spritzdüse war zugerostet. So ein Mist. Ich suchte mir einen langen Nagel und stocherte und kratzte so lange in der kleinen Öffnung herum, bis sie mir durchlässig erschien. Spritzdüsenschlauch aufgeschraubt. Erledigt. Konnte losgehen. Aber wie? Irgendwie fehlte immer noch etwas.

Auf der anderen Seite des Hochdruckreinigers entdeckte ich eine weitere Anschlussmöglichkeit. Richtig! Ich brauchte noch den Wasserschlauch. Mir schwante Übles. Hoffentlich war der im Winter nicht bröselig und rissig geworden. Also zurück in den Kellereingang, wieder rein in die Spinngeweben – ekelig, was da alles davon flitzte – den Schlauch abgerollt und aufgeatmet. Schien prima in Ordnung zu sein. Also Schlauch an den Wasserhahn anschließen und dann konnte es losgehen. Am Wasserhahn klemmte so ein Teil mit einem Pinökel in der Mitte. Blöderweise am Schlauch auch. Die beiden würden nie zusammen kommen!
Sprint ins Gartenhaus. Irgendwo musste eine Tüte mit Schlauchaufsätzen sein. Ahh, da hinten … in der Ecke mit den Spinngeweben. Augen zu und rein gegriffen. Die Auswahl in der Tüte war groß und ich versuchte eine Dreiviertelstunde die passenden Teile ausfindig zu machen. Was auf den Wasserhahn passte, passte nicht auf den Schlauch und umgekehrt. Egal welche Kombination ich wählte, nichts passte wirklich zusammen. Endlich ein letzter Versuch mit einem unscheinbaren Schraubteil. Passte. Natürlich! Warum nicht gleich so?

Ich war geladen, aber immerhin konnte ich jetzt endlich anfangen. Also „Wasser Marsch“. Ich drehte den Hahn bis zum Anschlag auf, doch nichts geschah. Kein Wasser? Ahja, Winter. Wasser abgestellt. Logisch. Wo war bloß die Schraube im Keller um es wieder anzustellen? Gesucht, gefunden: Hinten in der Ecke, natürlich dort, wo die Spinngeweben sitzen … konnte mich jetzt auch nicht mehr erschüttern. Dreimal flog mir die Schraubverbindung zwischen Wasserhahn und Schlauch um die Ohren. Drei Rollen Isolierband mussten dran glauben, aber jetzt wird es für die Ewigkeit halten.
Mittlerweile waren zwei Stunden vergangen, die Terrasse lag sonnengeflutet vor mir und ich stand in Gummistiefeln und Regenjacke triefend davor. Ich bewaffnete mich mit der Spritzdüse und drehte feierlich den Einschaltknopf von 1 auf 0 in der Erwartung, dass ich es doch noch schaffen könnte, meine Terrasse heute in ein Schmuckstück zu verwandeln. Es blieb still. Stecker richtig drin? Jo! Noch mal versuchen. Ausschalten und beherzt einschalten: von 1 auf 0. Nichts. Wut und Enttäuschung stiegen auf. Wäre das Ding nicht so schwer gewesen, ich hätte es im hohen Bogen über den Zaun geworfen.
Doch dann besann ich mich. Ich pfefferte die elenden Gummistiefel in die Ecke, holte mir einen Kaffee und eine Decke aus dem Haus und legte mich gemütlich auf den Rasen. Mein Blick verlor sich zwischen den Zweigen über mir, wo die ersten zarten Blätter das Sonnenlicht gierig auffingen.
So, sollte man seinen freien Tag gestalten!
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Ja, das kenne ich. Da nimmt man sich was vor und denkt nichts schlimmes und dann entsteht da draus so ein Riesenaufwand, dass man sich manchmal denkt: “Wieso habe ich mir das nur vorgenommen heute?”. Aber da muss man durch. Im Übrigen finde ich, dass du eine sehr hübsche Terrasse hast. Ich würde mir wünschen, wir hätten hier auch so was Feines. Hat’s am Schluss noch geklappt?
Wenigstens hattet ihr mal einen sonnigen Tag. Bei uns sieht das Wetter in letzter Zeit nun leider gar nicht so gut aus. Regen, Regen und nochmals Regen. Da braucht man sich gar nicht erst die Mühe machen seine Terrasse zu reinigen, das übernimmt der Regen schon :ugly: Wenn man sich was vornimmt und das dann nicht klappt wie geplant … ist das schon sehr ärgerlich.
Ich finde du hast das genau richtig gemacht, als du die Gummistiefel in die Ecke gepfeffert hast und erstmal relaxt hast bei einer Tasse Kaffee. Ich glaube solche Situationen kennt jeder von uns, und es ist jedem schon mal so ergangen. Man nimmt sich was vor, und es klappt einfach nicht wie geplant, weil immer irgendwas dazwischen kommt oder etwas nicht funktioniert. Ärgerlich aber … that’s Life!
Oh je, ich kann gut nachvollziehen wie es ist, wenn mal wieder gar nichts klappt. Ich erlebe solche Tage ständig – ja wirklich! :lachtot: Ich finde aber auch gut, dass du dich zum Schluß nicht mehr weiter darüber geärgert und dir einen Kaffee gemacht hast. Man ärgert sich über so vieles und was bringt’s? Nichts! Man kann solche Sachen auch ruhig mal auf morgen verschieben. Dann hat man den Vorteil dass man wieder neue Kraft getankt hat.
Oh je, da hat ja mal gar nichts geklappt an diesem Tag. Ich gehe davon aus, dass du deine Terrasse mittlerweile gereinigt hast? Naja, bei dem heftigen Wetter zur Zeit (bei uns ist ständig Gewitter angesagt) braucht man gar nicht so viel putzen, der Regen macht es ja von alleine sauber. Es sei denn, man hat eine überdachte Terrasse, dann muss man wahrscheinlich trotzdem ran :zwinker: