Inflation – kommt sie?
Ob sie kommt, die Inflation ist eigentlich eine Frage, die sich schon längst erledigt hat. Denn genaugenommen ist sie seit der Einführung des Euros schon da. Jeder weiß das und jeder spürt es am schwindenden Haushaltsgeld, daran ändert auch nichts, dass Politiker seit Jahren das Gegenteil behaupten.
Schnell noch Schulden machen?
Doch so konkret, wie zur Zeit, hing die dunkle Wolke seit 70 Jahren nicht über uns. Mittlerweile hat auch der letzte Bundesbürger mitbekommen, dass seine Kröten in Gefahr sind. Fein raus sind bei einer Inflation die, die ohnehin keinen Cent übrig haben, denn die können auch nichts verlieren. Anders ist es natürlich bei all denen, die sich ein Polster für die Zeit nach dem Arbeitsleben angeschafft haben. Oder für alle, die für ihr Auto oder ihr Häuschen einen Kredit aufgenommen haben. Dummerweise wird nämlich bei einer Geldentwertung nur das Geld wertlos, das im schwarzen Bereich auf dem Kontoauszug erscheint. Schulden und Kredite bleiben uns erhalten. Es hat also überhaupt keinen Sinn darauf zu spekulieren, jetzt einen Kredit aufzunehmen, in der Hoffnung, dass er sich im Zuge einer Inflation praktisch von selbst bezahlt.
Eigener Herd ist Gold wert
Wer Geld übrig hat, tut gut daran, es in Sachwerten anzulegen, die einen dauerhaften Wert haben. Immobilien, die ohne Kredite finanziert werden können, sind eine der besten Anlagen zur Zeit. Oder Gold z.B. ist ebenfalls in aller Munde. Gold verliert nicht an Wert heißt es und man kann es nach überstandener Inflation wieder in klingende Münze umwandeln. Wer sich frühzeitig in den Goldtrend eingereiht hat, kann sich in der Tat freuen, denn mittlerweile ist der Goldpreis enorm gestiegen und der Trend weist nach oben. Ob und wie viel er später an Währung dafür wiederbekommt, lässt sich aber kaum voraussagen. Der Goldpreis ist letztlich nicht nur von unserem Bundeshaushalt, sondern von der gesamten Weltwirtschaft abhängig. Und da sieht es eigentlich überall recht trübe aus. Selbst Chinas scheinbarer Höhenflug ist auf Schulden gebaut. Auch Amerika ist längst nicht mehr der strahlende Sonnyboy der unbegrenzten Möglichkeiten. Vom Rest der Welt kann man sich dann denken, wie der Hase läuft. Jeder hat bei jedem Schulden und niemand kann dem anderen mehr Kredite gewähren.

Vor der Ordnung steht das Chaos
Das ist eine geltende Regel, die sich durchs komplette Universum zieht und auch für unsere Geldmärkte gilt. Für mich als Normalbürger stellt sich die ganze Situation dar, wie ein Blick in Omas Wollkorb, wo sämtliche Rollen miteinander verknotet sind. Ganz gleich, an welchem Faden ich beginnen will, um Ordnung ins Chaos zu bringen – ich stoße immer wieder auf unauflösliche Verknotungen und Verfilzungen. Irgendwann gibt man entnervt auf, wirft den ganzen Krempel in den Müll und kauft sich neue Wolle.
So ähnlich dürfte es kommen, wenn der Euro in den Abgrund der Finanzmarktsümpfe stürzt. Dann erfüllt sich das, was die Eurokritiker schon vor zehn Jahren prophezeit haben und der einzige Weg aus der Krise ist ein Reset und ein Neubeginn auf allen Ebenen. Schuldenerlass und Geldentwertung für alle. Dann spielt es keine Rolle mehr, wie hart Lieschen Müller gearbeitet hat für ihre Ersparnisse, und wie clever Nachbar Fuchs seine Aktien verschoben hat. Dann sind wir dort, wo so etwas wie Gerechtigkeit herrscht, die viele seit Jahren einklagen: bei Null und gleichen Startbedingungen. Naja, die Mehrheit jedenfalls. Die, die schon heute von den Erträgen ihrer Sachwerte leben, werden etwas besser dastehen, denn sie haben ab der Stunde Null wieder ein geregeltes Einkommen, auf das sie bauen können.
Ackergold
Wohl dem, der ein Stück Garten besitzt und ihn bearbeiten kann. Denn wenn es wirklich über Nacht zum Supergau kommt, dann gilt wieder der alte Spruch: Das wahre Gold liegt im Acker und die Kartoffel wird zur kostbarsten Handelsware.
Tigerauge
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