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Klimawandel



Wird auch Lingen und das Emsland in den Fluten versinken?

Man mag sich darüber streiten, ob der Klimawandel jetzt hausgemacht ist oder ob er doch nur eine neue Ära der Erdgeschichte einleitet, die immer mal wieder in den letzten Millionen Jahren das Gesicht der Erde völlig verändert haben. Ausgelöst durch Meteoriten, die durch ihre Einschläge weltweit das Klima veränderten, und so viele Tierarten verschwinden ließ und dafür wieder andere auf den Plan rief.

Oder so, wie es jetzt vorhergesagt wird, dass der Meeresspiegel sich bis zu fünf Metern erhöhen könnte.
Tritt diese Prognose ein, ist es zweitrangig, wodurch sie ausgelöst wurde. Bestenfalls kann man sich im Augenblick damit beschäftigen, wie man den Schaden minimieren könnte, falls die Vorhersagen eintreffen.

Sicher zu sein scheint, dass selbst dann, wenn die gesamte Weltbevölkerung sofort alles unterlässt, was die Erderwärmung zusätzlich pusht, ein Anstieg des Meeresspiegels nicht mehr zu verhindern ist. Alle Anstrengungen die Klimakatastrophe zu vermeiden, wirken sich, wenn überhaupt, frühestens in dreißig bis fünfzig Jahren aus. Das ist in etwas der Zeitraum, der vergangen ist, seit die ersten mahnenden Stimmen sich Anfang der Siebziger Jahre an die Öffentlichkeit wandten. Sie wurden verlacht und als Panikmacher abgestempelt. Das, was sie vorhersagten, ist heute Alltag. Die Stürme haben an Häufigkeit und Heftigkeit zugenommen. Die Wüstenregionen breiten sich aus. Die Regenregionen verzeichnen mehr Niederschlag. Es kommt immer häufiger zu schwersten Sturmschäden und Überflutungen.

Gerade bei den Überflutungen sind die Küstenregionen besonders stark betroffen. Im Augenblick trifft es besonders die südasiatischen Staaten. Dort verschwinden Jahr für Jahr ganze Küstenstreifen und ihre Dörfer. Asien scheint weit weg zu sein und das so etwas hier bei uns in Europa geschehen könnte, kann und mag sich kaum jemand vorstellen. Und doch wird es geschehen. Das Wasser wird die Küstenregionen Deutschlands überfluten. Und das bis zu 70 – 100 km ins Landesinnere hinein. So jedenfalls haben Klimaforscher es errechnet. Fünfhundert Meter Küstenstreifen an der Nordsee werden verschwinden und mit im alles, was dort kreucht und fleucht. Auch die Ostsee bleibt nicht verschont, wenngleich sie nicht ganz so schwer betroffen sein wird. Die ersten Opfer werden die Inselbewohner sein. Doch nicht nur die Küstenbewohner werden in den Fluten versinken. Das Meerwasser wird sich mit aller Kraft in die Flüsse pressen, die so gewaltige Wassermassen nicht auffangen können. Überflutungen der Flussufer bis weit in die Niederungen hinein, werden auch im Landesinneren ihre Opfer finden. Wirtschaftsregionen könnten ausgelöscht werden, Trinkwasserreservoirs durch Überflutungen ungenießbar werden. Straßen und Autobahnen werden verschwinden, Ernten vernichtet und die Logistik zur Ernährung der Bevölkerung zusammenbrechen.

Noch fühlen wir uns sicher. Doch die Veränderungen in der Natur sind weltweit zu beobachten. Es gehört schon eine Portion Arroganz dazu, zu behaupten, dass die Europäer verschont bleiben werden, weil sie geeignete Gegenmaßnahmen treffen. Oder werden schon irgendwo die Deiche an den Flussufern entsprechend erhöht, Abfluss- und Auffangbecken gebaut, um im Inneren des Landes Vorsorge zu treffen? Auch an den Küsten muss die Bevölkerung um jeden Zentimeter Deicherhöhung und -verstärkung kämpfen. Und das, obwohl die bevorstehenden Flutkatastrophen auch den Verantwortlichen bekannt sein dürften.

Welche Regionen und Orte genau betroffen sein werden, kann man nur vermuten. Doch jeder kann sich ein ungefähres Bild davon machen, ob er zu den Betroffenen gehören wird. Eine kleine Hilfe dabei kann Google Earth bieten. Die angebotenen Satellitenaufnahmen zeigen die verschiedenen Höhenlagen der deutschen Städte an. Wer in den Niederungen lebt, kann sich auf nasse Füße einrichten. Und das nicht nur an der Küste, dort wird erwartet, dass sie bis zu siebzig Kilometer landeinwärts komplett und dauerhaft von der Nordsee verschluckt wird. Noch weitaus mehr Land wird an den Flussmündungen untergehen. Bremen oder Hamburg zum Beispiel – so hat man errechnet – wird bei einem Anstieg des Meeresspiegels von lediglich 4-5 m komplett unter Wasser stehen.
Wohl dem, der Verwandte und Bekannte in höher gelegenen Regionen hat, die ihn aufnehmen werden. Allerdings sind auch gewaltige Überflutungen in den Tälern Süddeutschlands zu erwarten …

Tigerauge

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3 Antworten zu “Klimawandel”

  1. Micha sagt:

    Klasse Beitrag, der mir aus dem Herzen spricht. Ich kann nicht verstehen, wieso man erst jetzt so intensiv darüber redet, berichtet und diskutiert. Das hätte man schon viel früher tun müssen. Der Mensch begreift erst was er getan hat, wenn es schon viel zu spät ist. Eigentlich eine sehr traurige Geschichte, aber leider wahr. :sad:

  2. claudi81 sagt:

    Es macht mir wirklich Angst. Wenn das mit der Erderwärmung tatsächlich so weitergeht, dann werden einige schreckliche Dinge passieren :sad: Man muss nur einmal an die ganzen Menschen denken, die in Küstenregionen leben und keine Möglichkeit haben (oder es einfach nicht wollen) von dort wegzuziehen. Das ist eine Katastrophe - wir sollten versuchen alles was möglich ist zu tun, um dies zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen!

  3. Viola sagt:

    Ach, die übertreiben doch nur! Nein, ganz im Ernst … ich finde es traurig, dass die Menschen es soweit kommen lassen. Wir dürfen nicht so verantwortungslos mit unserem Planeten umgehen und wir haben doch auch eine Pflicht gegenüber unseren Kindern, oder nicht? Ich bin für Umweltschutz und hoffe, dass sich bald was tut - sehr bald! :Klugscheisser:

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