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Mobbing im Internet




Cyber-Mobbing ist das Wort, das immer öfter zu hören ist. Wildfremde Menschen werden von anderen Internetnutzern verleumdet, verunglimpft und beschimpft. Es werden Gerüchte und Lügen verbreitet, deren Wahrheitsgehalt sich für Außenstehende nicht überprüfen lässt.

Mobbing gab es schon immer. Auch ohne das Internet. Schon immer gab es Neider, die über andere Menschen Geschichten erfanden, um sie schlecht dastehen zu lassen. Der Zweck ist klar, der Mobber will sich selbst in ein besseres Licht rücken. In der Regel sind sie entweder psychisch krank oder leiden unter extremen Minderwertigkeitskomplexen. Zog diese Praxis noch vor Jahren kleine Kreise und konnten die Mobber relativ schnell enttarnt und gebremst werden, so sieht das im World-Wide-Web ganz anders aus.

Jeder kann sich eine eigene Internetseite zulegen, sich in Foren und Communities anonym anmelden, und dort ungebremst sich über andere Menschen auslassen. Bis die Gemobbten mitbekommen, was hinter ihrem Rücken geschieht, ist es oft schon zu spät. Gerüchte kursieren, es wird getuschelt und der Rufmord verselbstständigt sich. Jede Gegendarstellung hat zur Folge, dass der Mobber sie als Erfolg verbucht und jedes geschriebene Wort dem Opfer im Munde herumdreht.

Mobbing ist auf dem Vormarsch. Ob in der Schule oder am Arbeitsplatz. Immer mehr Opfer melden sich bei den Selbsthilfegruppen, die sich notgedrungen bilden.

Was sind das für Menschen, die anderen derart nachstellen, und sie gnadenlos in der Öffentlichkeit vernichten? Es gibt verschiedene Tätermotivationen. Die einfachste Erklärung ist Missgunst. Einer gönnt dem anderen irgendeinen Erfolg nicht. Solche Statements sind oft noch gut zu durchschauen und greifen auch oft ins Leere. Schlimmer wird es, wenn Rache, Eitelkeit und Verletztheit, die meist einseitig gesehen wird, zum Motor wird. Im Internet agieren solche Täter unter falschen Namen und empfinden eine große Lust an der Demütigung anderer Menschen. Je schwächer das Opfer, desto eher wird der Mobber sich an ihm vergreifen. Wer sich mit sachlichen Argumenten gegen Mobber wehrt, beißt auf Granit. Mobber sind Populisten, die mehr oder weniger geschickt, ihre Opfer gezielt auseinandernehmen und auch nicht davor zurückschrecken, sie öffentlich und privat zu bedrohen.

Ein Gesetz gegen Cybermobbing gibt es noch immer nicht. Opfer müssen sich selbst auf die Suche nach dem Täter machen und Beweise sammeln. Wenn sie Glück haben, schaffen sie es, eine Zivilklage wegen übler Nachrede gegen den Mobber zu stellen. Stellt sich am Ende heraus, dass Mobber psychische Probleme hat und krankhaft mobbt, gibt es für das Opfer keine Wiedergutmachung. Die meisten Betroffenen sind ohnehin derart entsetzt und verletzt, dass sie sich zurückziehen. Viele empfinden Scham und trauen sich nicht sich zu wehren, aus Angst, dass alles noch viel schlimmer wird. Etliche werden krank, weil sie nicht mehr schlafen können, sich nicht mehr konzentrieren können, sich hilflos ausgeliefert fühlen. Was sie im Grunde auch sind, solange es keine festen Regeln im Internet gibt, die diese üblen Mobbingpraxen zumindest eingrenzen und die Möglichkeit eröffnen die Täter ermitteln und stellen zu können. Das Internet wächst von Tag zu Tag und ist noch immer ein weitgehend rechtsfreier Raum. Es stehen Tätern unendliche Möglichkeiten zur Verfügung, versteckt und anonym zu agieren. Den Opfern bleiben bestenfalls schwammig Gesetze aus der Vor-WWW-Zeit, die nicht wirklich greifen können.

Besonders schlimm dran sind Mobbingopfer im Kinder- und Jugendalter. Kinder leiden besonders stark und viele Eltern haben keine Ahnung, dass sowohl Täter als auch Opfer im Internet einen verzweifelten Kampf führen. Falsche Scham ist hier fehl am Platze, denn gerade Jugendliche, reagieren auf Mobbing auch mit Kurzschlussaktionen. Mobbing muss öffentlich gemacht, verfolgt und unter Strafe gestellt werden. Im Internet findet man Anlaufstellen, an die man sich wenden kann. Hier gibt es fachliche und seelische Unterstützung. Solange es keine Sicherheit gegen Cyber-Mobbing gibt, hilft allerdings nur die Vorbeugung, indem man seine persönlichen Daten so sparsam wie möglich ins Netz fließen lässt.

Noch mehr Informationen gibt es auf dieser Seite:

http://www.schueler-mobbing.de/

Tigerauge



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4 Antworten zu “Mobbing im Internet”

  1. Kerstin sagt:

    Ich habe das auch schon erlebt, bzw. meine Freundin hat es erlebt. Sie war Opfer einer Cyberstalkingbande, was ja in etwa das gleiche ist, wie Mobbing. Sie hat Briefe und Vorladungen bekommen, von denen sie nichts gewusst hat. Man hat ihr Kataloge zusenden lassen und vieles mehr. Mittlerweile kommt das nicht mehr so häufig vor, die Stalker haben wohl neue Opfer gefunden.

  2. Jochi sagt:

    Echt? Was es nicht alles gibt :sad: Was denken sich eigentlich die Täter wenn sie sich ein Opfer aussuchen und ihm nachstellen und das auch noch über das Internet? Ich könnte mir vorstellen, dass man da rein rechtlich kaum Möglichkeiten hat bzw. es sehr schwierig wird, den oder die Täter ausfindig zu machen. Eben weil man im Internet einfach so anonym unterwegs ist.

  3. Christian sagt:

    Hallo Leute,
    ein Bekannter von mir arbeitet momentan eine Tema über mobbing im Internet aus kennt ihr jemanden der das durch hat und im fernsehn etwas dazu sagen würde wäre übelst toll wenn sich da jemand mit mir mal in sache des Temas kontaktieren würde

    bitte unter :christianfaust1@gmx.de

  4. Lieschen sagt:

    Das ist eine ganz schlimme Geschichte. Eine Autorenkollegin ist so schlimm getrollt worden, dass sie sogar eine Schreibblockade hatte.
    Ganz wichtig, so meine Erfahrung, dass die Opfern aufgefangen werden.
    Unsere Autorengemeinschaft hat sich so zusammengefunden. In der Gruppe ist jeder stärker und Stalker haben dann ein Problem.
    Mich hat es dazu veranlasst, das Buch »ForenTroll« zu schreiben.
    Gebt den Trollen keine Chance!

    Liebe Grüße

    Lieschen

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