Pfingstausflug in Lingen oder dem Emsland
Wer es noch nicht zum Muttertag oder Vatertag geschafft hat, seinen Drahtesel in Fahrt zu bringen, der hat jetzt noch einmal ausgiebig Gelegenheit dazu. Pfingsten lockt mit viel Freizeit und so wie es aussieht, auch mit gutem Wetter.
So weit so gut, doch wohin soll die Fahrt gehen? In Lingen ist diese Frage wohl recht einfach zu beantworten. Rundherum laden Wirtschaftswege und Radwege zu kurzen Ausflügen mit der ganzen Familie ein. Zumindest zwischen Mittagessen und Kuchen sind so kleine Kurztrips eine Wohltat.
Wem das nicht reicht, der weiß vielleicht, dass Lingen so ziemlich in der Mitte des Ems-Radweges liegt. Und der reicht von Hövelhof bis hinauf nach Emden. Das sind fast 380 km Natur pur und immer am Emsufer entlang. Für die gesamte Tour reicht wohl kaum ein Tagesausflug aus, zumal es unterwegs jede Menge interessante und sehenswerte Stationen gibt, an denen eine Rast zu empfehlen ist.

Aselager Mühle
Vielleicht starten Sie aber auch schon am Samstag oder Pfingstsonntag von Lingen aus in Richtung Emden. Die Strecke ist über die Pfingsttage zu schaffen, wenn man nicht vollkommen unsportlich ist. Fernab von Staus und Autokolonnen lässt es sich völlig stressfrei durch die grünen Weiten radeln. Vorbei an typischen Dorfidyllen und durch Emsauen mit ihrem Weitblick. Ein Badevergnügen am Geester See oder Besuch im Moormuseum ist sicher ein tolles Ziel. Und wer Museen mag, der freut sich auch über das Freilichtmuseum in Emsbüren. Weiter geht’s zum Schifffahrtsmuseum in Haren, um dort einige der 170 Schiffe aus Küsten- und Seeschifffahrt zu bestaunen.
Vielleicht gönnen Sie sich auch in der Fußgängerzone von Leer ein typisch ostfriesisches Mittagessen oder eine gute Tasse Tee, bevor sie wieder aufsatteln und Richtung Emden fahren. Kurz vor Emden lohnt sich ein Besuch des Emssperrwerks in Gandersum, das zwischen den Fronten der Gewerbetreibenden und der Naturschützer, seit Jahren heftig diskutiert wird. In Emden erwartet Sie im Stadtkern ein buntes maritimes Bild am Delft, in dem immer wieder interessante Schiffe zu besichtigen sind.
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf der gesamten Strecke genügend. Sowohl in gehobenen Hotels als auch in gemütlichen Privatquartieren oder gar in einem der Heuhotels.
Wer gern gegen den Strom schwimmt, der richtet seinen Drahtesel von Lingen aus gen Süden und fährt den Emsquellen in Hövelhof entgegen. Völlig andere Landschaften werden auf dieser Strecke entdeckt. Sie fahren durch Moorgebiete und durchqueren Waldgebiete, entdecken die schönen alten Fachwerkhäuser, machen eventuell sogar für einige Stunden eine Pause im Naherholungsgebiet in Rheda-Wiedenbrück oder besuchen ein Wasserschlösschen.
Noch nichts dabei, dass Sie locken könnte? Dann gefällt Ihnen vielleicht ein Besuch im Wildfreigehege bei Saerbeck oder ein leckeres Spargelessen in Füchtorf bei Sassenberg? Was auch immer Sie auf Ihrem Ausflug entdecken, bei der Ankunft in Hövelhof werden Sie sich, in gemütlichen Gasthäusern, der wohlverdienten Ruhe hingeben können.

Übrigens, die Ausrede, dass Ihr altes Fahrrad so eine Strecke nicht überleben würde, greift hier nicht. Entlang sämtlicher Radwege wurden Fahrradverleih-Stationen eingerichtet, in denen Sie sich für kleine sechs Euro pro Tag, ein Tip-Top gepflegtes Fahrrad ausleihen können. Und das nicht nur auf der Ems-Radweg-Strecke, sondern auch auf den vielen anderen Radwanderwegen, wie z. B der Dollart-Route oder der Emslandroute. Aber davon ein anderes Mal.
Tigerauge
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Abwrackprämie jetzt auch für Fahrräder

16. Juni 2009 um 08:27
Ich bin auch gerne unterwegs, vor allem mit dem Fahrrad. Ich bevorzuge den Drahtesel vor dem Auto, es sei denn es regnet
Ich finde sowieso dass es nichts schöneres gibt, als eine schöne, ausgiebige Radtour, am besten ein ganzes Wochenende lang und dann schön übernachten in einer kleiner Pension oder einem günstigen Hotel und dann am zweiten Tag schön gemütlich zurückradeln und die Natur genießen!
17. Juni 2009 um 07:58
Hört sich alles sehr vielversprechend an. Ich bin auch ein Naturfan. Ich mag es einfach draussen zu sein, sich unabhängig und frei fühlen zu können. Die Natur bietet eine Menge, man muss nur mal seine Augen öffnen und empfänglich sein für die ganze Atmosphäre und die Natur selbst. Mit dem Fahrrad bin ich nicht so gerne unterwegs, dafür aber gut zu Fuß.
18. Juni 2009 um 09:17
Oh, das klingt alles so wunderbar. Da möchte man am liebsten gleich aufs Radl’ steigen und losfahren! Leider ist mein Fahrrad vor kurzem kaputt gegangen, weshalb ich derzeit nur zu Fuß unterwegs bin. Aber auch das hat seine Vorteile. Man entdeckt plötzlich Dinge, die man beim Vorbeifahren mit dem Fahrrad noch gar nicht bemerkt hat.
Man kommt allerdings nicht so zügig voran und kann nur kürzere Strecken zurücklegen. Aber ich kaufe mir bald ein neues Fahrrad 
19. Juni 2009 um 09:23
Die Mühle auf dem ersten Foto sieht wirklich sehr hübsch aus. Ich finde es schön, wenn man solche Sehenswürdigkeiten erhält. Die Natur hat es mir sowieso angetan. Ich bin oft und gerne draußen, im Garten und dann aber auch auf Touren durch die Landschaft. Mit Freunden gemeinsam unternehme ich schon auch größere Radtouren. Wir sind auch schon mal in Frankreich eine größere Strecke gefahren, das hat wirklich Spaß gemacht!