Impfung gegen H1N1 – wem hilft sie?
Von Zwangsimpfung ist zwar schon so einiges im Netz zu lesen, offiziell beschlossen ist sie aber noch nicht. Die Rede ist von dem einzigen Impfstoff, der derzeit gegen die Schweinegrippe schützen soll: Tamiflu.
Grad war die Panik überwunden, dass man der Vogelgrippe ausgeliefert sein könne, ohne in den Genuss des angeblich einzig wirksamen Medikaments zu kommen, da schlug im April die Schweinegrippe erbarmungslos zu. Doch was für ein Glück, in Nullkommanichts fand die WHO (Weltgesundheitsorganisation) heraus, dass zufällig die auf Halde liegenden Tamiflu-Reserven, genauso gut gegen das Virus H1N1 wirken wie gegen H5N1.
Dennoch ist die Lage anders als bei der Vogelgrippe. Die breitete sich nicht wie vorausgesehen pandemisch aus. Die Schweinegrippe ist konsequenter. Innerhalb von drei Monaten, meldeten Länder und Kontinente jede Menge Erkrankte. Es fehlte nicht an Spannung, täglich wartete man gespannt, welches Land die meisten Erkrankungen aufzuweisen hatte und welches gar schon Todesfälle. Nach der Urlaubszeit dürfte es noch spannender werden.
Nun, mittlerweile werden Einzelfälle nicht mehr gezählt. Es sind so um die 100.000 gemeldete Patienten. Todesfälle weltweit um die 500. Kann man nicht genau sagen, weil sich die Zahlen stündlich ändern und die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher liegt. Die meisten Krankheitsverläufe sind so “milde” wie bei der “normalen” Grippe. Hmmm. Wer schon mal die echte Grippe hatte, wird mit dem Wort “milde” in diesem Zusammenhang nichts anfangen können. Naja, lassen wir die Erbsenzählerei.

Ohnehin hört man jetzt, dass Nägel mit Köpfen gemacht werden. In den USA wird von Zwangsimpfungen gesprochen. In der BRD vorläufig noch von “Impfempfehlung”. Womit wird denn eigentlich geimpft? Ach, Tamiflu! Ja, natürlich, ich vergaß.
Da guck ich mir gleich den Beipackzettel an, und finde hilfreiche Informationen:
“Nebenwirkungen: Erbrechen, Übelkeit, Diarrhoe, Bauchschmerzen, Bronchitis, akute Bronchitis, Schwindel, Krämpfe, Bewusstseinseinschränkungen, Halluzinationen, Delirium, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit”. Das ist ja lustig, das alles sind Symptome, die bei der echten Grippe auftreten können. Na, les ich mal weiter: “Bei Kindern: Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis, Asthma kann sich verschlimmern, Nasenbluten, Ohr- und Trommelfellerkrankungen, Hautekzeme …” an dieser Stelle breche ich die Lektüre ab. Natürlich treten diese Nebenwirkungen nicht zwangsläufig auf und nicht bei allen Anwendern, aber sie treten auf. Und längst nicht alle Anwender haben die Einnahme überlebt. Wobei man sich streiten kann, ob der Tod durch die Grippe oder die Nebenwirkungen eintrat.
Welche positiven Erfahrungen hat Tamiflu eigentlich zu verbuchen? Darüber ist eigentlich nichts wirklich zu erfahren. Dafür aber, dass schon 2007/2008 die Viren mutierten und Resistenzen gegen Tamiflu entwickelt haben und zwar weltweit! Nach Forschermeinung dürften mittlerweile 98 % der Viren resistent gegen Tamiflu sein.
Ah, jetzt verstehe ich, weshalb es ebenso gegen die Vogel- wie gegen die Schweinegrippe eingesetzt werden kann. Es hilft bei beiden Erkrankungen offensichtlich nicht. Dann ist die Idee, die Bevölkerung zu impfen ein Eigentor. Stellen wir uns vor, wir machen das mit, fühlen uns sicher, reisen hustend und schniefend, lustig durch die Welt und sorgen erst recht für die Verbreitung des Virus. Ach nein, das kann ja gar nicht passieren. Bei den vielen Nebenwirkungen liegt die Weltbevölkerung nach dem Impfen flach und ist außer Gefecht gesetzt. Apropos Gefecht. Da fällt mir ein, wer bei jeder neuen Vogel,- Schweine- oder Sonstwiegrippe, zu Hause an seinem Pool liegt und sich die Hände reibt, angesichts des florierenden Geschäfts. Na, wer mag das wohl sein? Genau, unser alter Bekannter Ronald Rumsfeld. Dem gehört nämlich das Institut, das Tamiflu entwickelt hat. Und wenn man sich erinnert, mit welchen Mitteln er zu kämpfen pflegt(e), dann kommt man ins Grübeln. (Zur Erinnerung: Der Überfall auf den Irak wurde bewusst mit Falschinformationen begründet, wie er später selbst zugab). Leider reicht der Platz hier nicht aus, um alles aufzublättern, wer wo mit wem verquickt ist. Aber wen es interessiert: einfach nach den Stichworten googeln, das Netz spuckt so einiges an Informationen aus, wovon George Orwell nur träumen konnte.
Tigerauge
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Ich denke nicht, dass die Nebenwirkungen von Tamiflu die große Gefahr der H1N1 Viren darstellen, sondern die Viren selber. Schön das es ein Medikament gibt, auf das sich einige Viren bereits eingestellt haben und zu resistenten Viren geworden sind. Das Problem bei der Schweinegrippe liegt in der schnellen Verbreitung und der Ohnmacht der Weltbevölkerung, denn man kann kaum etwas dagegen tun. Die Viren breiten sich durch unser weltweites Verkehrswegenetz ungehindert aus. Kontrollen sind gut und hilfreich, aber jeder gute Käse hat Löcher und so kommt mir das bei der Schweinegrippe auch vor. Sicherheitsmaßnahmen hin oder her. Wo die Krankheit eingeschleppt wird, breitet sie sich erstmal ungehindert aus.
Würden alle Menschen bewußter durchs Leben gehen, könnte ein gewisser Teil der Ansteckungen sicher vermieden werden.
Man kann nur hoffen, dass vorbeugende Schutzimpfungen ihren Erfolg bringen und das möglichst viele Geimpfte von den Nebenwirkungen verschont werden. Übrigens hat Aspirin auch einen langen Beipackzettel mit möglichen Nebenwirkungen, oder?
Ich verstehe diesen ganzen Trubel um diese Schweinegrippe gar nicht. So wie ich das verstanden habe, handelt es sich dabei weitgehend um eine “normale” Grippe, die man auch so bekommen kann. Es wird oftmals vergessen dass in Deutschland jedes Jahr genügend Leute an einer “normalen” Grippe sterben. Doch betrifft dies hauptsächlich ältere, jüngere und geschwächte Menschen. Deswegen finde ich die Panikmache der Politik übertrieben!
Hier im Nachbardorf haben sich auch welche angsteckt mit der Schweinegrippe. Sie sind aus dem Urlaub gekommen von Mallorca und haben es von dort mitgebracht. Grundsätzlich sollte man sich schon schützen und wenn ich weiß, dass es in bestimmten Ländern ein erhöhtes Risiko gibt, dann fahre ich halt nicht dort hin in den Urlaub oder ich meide einfach größere Menschenansammlungen wie zum Beispiel total überfüllte Discos oder ähnliches.