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Terroranschlag in Stockholm

Ein Selbstmordattentat ereignete sich am vergangenen Samstag in einer der Haupteinkaufsstraßen der Innenstadt von Stockholm, wo zuerst ein Auto explodierte. Kurz darauf sprengte sich in der Nähe ein Mann in die Luft. Glücklicherweise gab es nur ein Todesopfer: den Attentäter selbst. Zwei Passanten kamen mit leichten Verletzungen davon. Glück im Unglück war die mangelnde technische Sachkenntnis des Täters: Nur eine von mehreren Bomben des Sprenggürtels explodierte tatsächlich. Einige mit mehreren Kilo Nägeln gefüllten Sprengsätze, die ein verheerendes Blutbad zur Folge gehabt hätten, verweigerten ihren Dienst. Besitzer des explodierten Autos soll ein 28-jähriger Iraker mit schwedischem Wohnsitz sein, der sich im Nahen Osten für den »Heiligen Krieg« hatte ausbilden lassen.

Der Islam durchlebt sein Mittelalter
Die islamische Religion ist etwa 600 Jahre jünger als das Christentum. Wenn wir die christliche Kultur betrachten, wie sie sich vor 600 Jahren darstellte, finden wir erstaunliche Parallelen: Engstirniger Dogmatismus, tyrannisch-patriarchales Gottesbild sowie daraus resultierender Hass gegen Andersgläubige und gegen Frauen sind nicht von der Hand zu weisende Gemeinsamkeiten. Als das Christentum so alt war wie der Islam jetzt, war gerade das Wort »Hexe« erfunden worden, das den Grundstein für die spätere systematische Verfolgung und Ermordung missliebiger Frauen legte. Es war die Zeit nach dem Ende der letzten Kreuzzüge, deren Thema die »Befreiung der Heiligen Stadt Jerusalem von den Ungläubigen« gewesen war, sowie die Phase vor der gewaltsamen Christianisierung der »Neuen Welt«. Liest man als Jetztmensch die Nachrichten über islamistischen Terrorismus, so muss man zugeben, dass die Argumentationen der Gotteskrieger gar nicht so anders klingen als die Sprüche früherer Päpste oder Kaiser.

Nimmt man diese Analogie zur Grundlage, eine Prognose für künftige Entwicklungen zu wagen, so wird offensichtlich: dem Islam steht ein Zeitalter der Aufklärung bevor. Da inzwischen ganz andere Informationstechnologien zur Verfügung stehen, dürfte dies wesentlich schneller vonstatten gehen, als es in der christlich geprägten Kultur der Fall war, die dafür Jahrhunderte brauchte. Dennoch ist schon heute klar: die Auswüchse der islamischen Religion zu überwinden kann nicht unblutig abgehen. Für den Rest der Welt ist es deshalb von existenzieller Wichtigkeit, sich nicht durch falsch verstandene Toleranz ihr eigenes Grab zu schaufeln. Die Fähigkeit zur Toleranz ist eine gute, während der Aufklärung erworbene, Eigenschaft. Wendet man sie jedoch auf ein Gesellschafssystem an, dem sie mangels dieser Erfahrung noch nicht immanent ist, bringt man sich heillos ins Hintertreffen und öffnet Terroristen und Gotteskriegern Tür und Tor.

Islamistischer Terror – Was ist zu tun?
Zuerst einmal müssen wir aufhören, das hilflose Mantra von der »christlich geprägten Gesellschaft« herunterzubeten. Es bringt uns nichts, gegen den neuen Wahn einen alten zu setzen. Unsere heutige Gesellschaft ist weniger durch das Christentum als durch dessen Überwindung geprägt. Diese Sehnsucht nach Freiheit gilt es auch in der islamischen Welt zu wecken.
Gleichzeitig müssen wir entschlossen damit beginnen, zumindest die jungen hier lebenden Moslems in unsere Gesellschaft aufzunehmen. Fundamentalistische Patriarchen dürfen nicht auf Gleichgültigkeit stoßen, wenn sie ihre Kinder durch systematische Integrationsverweigerung zu Außenseitern stempeln. Denn genau diese Kinder sind es, die sich eines Tages den Sprengstoffgürtel umbinden, wenn sie sich keiner Gesellschaft wirklich zugehörig fühlen.

Tigerauge



Entsprechende Artikel auf “Olle Piepen” zum Thema:

Stehen Deutschlands Buerger auf?!

Wikileaks

Wikileaks-2



2 Kommentare

  1. Ich verurteile jegliche Art von Gewalt und Terror. Ich finde, dass das einfach zu weit geht. Man muss nicht das Leben anderer Menschen zerstören für irgendwelche Ziele oder Wünsche, die man vielleicht hat. Das ist jetzt vielleicht etwas naiv dahergeredet, aber ich bin wirklich traurig, sauer und empört darüber, was momentan überall auf der Welt abgeht. Müssen wir jetzt alle Angst vor Terroristen haben? :down:

  2. Terroranschläge werden heutzutage überall auf der Welt verübt. Zudem gibt es dieses Problem nicht erst seit heute. Schon in der Vergangenheit haben Terroristen immer wieder versucht, Einfluß auf politische Entscheidungen zu nehmen. Grundsätzlich darf man den Terroristen nicht nachgeben, muss sich aber dennoch mit der Problematik intensiv auseinandersetzen und Strategien entwickeln um dem Problem Herr zu werden. :nana:

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