Trinken Sie zwei Liter Wasser täglich …
Hunderttausenden von Menschen steht nicht einmal ein halber Liter zur Verfügung …
Niemand bei uns kann sich vorstellen, für ein paar Liter Wasser seinen Nachbarn zu töten. Auf unseren wasserreichen Erdteilen, wird geduscht und gebadet, abgewaschen und Wäsche gewaschen, Rasen gesprengt, wann immer es uns in den Sinn kommt. Selbst wer hierzulande sparsam mit Wasser wirtschaftet, ist in anderen Ländern ein Verschwender.
In Kenia zum Beispiel. Dort hat es seit über zwei Jahren nicht mehr geregnet. Die Erde ist ausgetrocknet, rissig und staubig. Die Vorstufe zur Wüste. Dort wächst kein Halm mehr. Auch nicht auf den Weiden, auf denen der einzige Besitz der Menschen grasen sollte. Rinder verdursten und verhungern, auf den ohnehin in den letzten Jahren, immer karger gewordenen Viehweiden. Kostbares Fleisch, das früher die Menschen wenigstens überleben ließ, liegt faulend und stinkend in der glühenden Sonne. Getreide, das früher Familien und Ortschaften ernährte, verdorrt auf den Feldern. Und die Menschen müssen hilflos zusehen.
Das war nicht immer so. In Kenia gab es saftige Weiden und ausreichend Wasser. Es gab Seen und Flüsse, die das Land tränkten und Brunnen, die die Menschen mit Wasser versorgten. Heute müssen die Frauen Kenias ihre Brunnen bis zu 10m tief in harte trockene Erde graben, um noch an einen Tropfen trinkbares Wasser zu gelangen.

Und wie stehen wir zu unserem Wasser? Müssen uns zwingen, unsere zwei Liter Wasser täglich zu trinken. Wasser, das zu einem Spottpreis überall erhältlich ist und so selbstverständlich verbraucht wird, als könnte es niemals anders sein. So ähnlich haben vielleicht auch die kenianischen Menschen noch vor 50 Jahren gedacht. Obwohl man dort schon immer einen größeren Respekt vor den Geschenken der Natur hatte. Kenia und viele andere Länder auf der Südhalbkugel, sind heute in einer verzweifelten Lage, die dazu führt, dass sich die Menschen gegenseitig für Trinkwasser töten. Denn Wassermangel bringt Krankheit, Leid und Tod mit sich.
Die Folgen des Klimawandels, den die reiche Welt verursacht hat und immer noch weiter verschlimmert, zeigen ihr vielfältiges Gesicht. Das Leben auf der Erde wird sich verändern. Nein, die Veränderung ist in vollem Gange, während gut genährte Politiker darüber diskutieren, wann klimazerstörenden Produktionsmethoden zurückgefahren werden sollten. Die Pole schmelzen und die Wüsten dehnen sich unaufhaltsam aus. In Spanien ist die Wüste übrigens längst angekommen und sie zeigt auch dort ihr trostloses Gesicht. Spanien ist ja nicht so weit entfernt, und diese Nähe könnte uns eigentlich die bevorstehende weltweite Katastrophe deutlich machen. Urlauber haben es schon erlebt, dass Wasser nur zu bestimmten Zeiten zur Verfügung steht. Hilflose Sparmaßnahmen, die in den nächsten Jahren verschärft werden und auf die verwöhnte Urlauber mit Verärgerung reagieren.
In den nächsten Jahren, werden sie die vermehrt auf den Weg zu uns machen, die keine Hoffnung mehr haben in den trockenen Ländern, ihre Familien ernähren zu können, um ein menschenwürdiges Dasein dort zu finden, wo wir mit Wasser Gesegneten, so herrlich weit fort, von derart banalen Problemen, sitzen. Sie werden kommen und uns ihre Probleme bringen. Direkt vor die Haustür. Und dort liegen sie auch genau richtig. Denn längst wusste man, dass die Klimaveränderung Menschen aus ihrer Heimat vertreiben würde. Und längst sind Techniken vorhanden, die diese Menschen in die Lage versetzen könnten, sich selbst zu helfen. Doch das Geld, das dafür benötigt wird, fließt in andere Kanäle. Zum Beispiel in Kriegsmaschinen und Weltraumforschung.
Seltsam, der Weltraum ist so viel weiter entfernt als Kenia und niemand ist dort, der dringend Hilfe benötigt. Trotzdem scheint er um Einiges interessanter zu sein, als verhungernde und verdurstende Menschen, an deren Schicksal wir alle, durch Stimmenthaltung oder Wegsehen, eine Verantwortung tragen. Vielleicht sollte man bei der anstehenden Wahl einmal etwas weiter in die Zukunft sehen, bevor man sein Kreuzchen macht. Denn mit “Wachstum, Wachstum, Wachstum …” werden Probleme des Klimawandels – die uns alle heimsuchen werden – nicht bewältigt. Denn genau dieser gierige Glaube an endloses Wachstum, hat die Welt in Krisen gestürzt, die wir nicht mehr unter Kontrolle haben.
Tigerauge
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Ich muss mich ziemlich anstrengen, dass ich auf meine 2 Liter pro Tag komme. Oftmals erreiche ich aber gerade mal nur 1 Liter oder 1,5 Liter. Die meisten Leute, die ich kenne, trinken aber wesentlich weniger als ich. Wasser ist kostbar, das sollten wir uns immer wieder deutlich machen. Kann man eigentlich auch reines Leitungswasser ohne Probleme genießen?
Also unser Leitungswasser in Deutschland hat eine super gute Qualität, jedenfalls wird das in diversen Berichten, Reportagen und Magazinen immer wieder deutlich hervorgehoben. Insofern wüsste ich auch nicht, was dagegen sprechen sollte, wenn man Leitungswasser statt teures Mineralwasser trinkt. Ich persönlich bevorzuge jedoch Getränke mit Kohlensäure, ich finde, das ist einfach Geschmackssache. :smile: