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Zecken in Lingen und dem Emsland



Zecken in Lingen und dem Emsland sind nicht harmlos!

Die Zecke ist ein Spinnentier, hat acht Beine, zwei effektive Schneidwerkzeuge und lauert in Wäldern und Grasflächen. Sie überfällt Menschen und Tiere und bedient sich an ihrem Blut. So weit unterscheidet sie sich von ihrem Verhalten her, nicht sonderlich von Stechmücken und anderen Plagegeistern. Zecken sondern jedoch ihren Verdauungssaft in das Opfer ab. Und hier kann ein langer, qualvoller Leidensweg beginnen. Nämlich dann, wenn die Zecke mit Bakterien und Viren infiziert ist, die gefährliche Krankheiten wie Borreliose, Ehrlichiose, Babesiose, Q-Fieber und weitere auslösen.

Genau diese Zeckenarten vermehren sich seit einigen Jahren explosionsartig. Konnte man früher noch davon ausgehen, dass die Zeckensaison von März bis Anfang November dauerte, so muss man durch den Klimawandel mittlerweile das ganze Jahr mit Zecken rechnen. Der Anteil der Zecken, die die gefährliche Borreliose übertragen, steigt jährlich. Obwohl Ärzte jedes Jahr mit mehr Erkrankten zu tun haben, gibt es bis heute in Westdeutschland keine Meldepflicht, sodass man die Zahl der Neuerkrankten lediglich schätzen kann. Mit 80.000 bis 100.000 liegt diese Schätzung eher im niedrigen Bereich. Zahlreiche Selbsthilfegruppen haben sich bundesweit gebildet, allein aus deren Mitgliederzahlen ergibt sich, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt. Wer immer noch glaubt, dass nur die Zecken in südlichen Ländern gefährlich sind, weil sie die Meningitis übertragen, der irrt. Zecken, die die Borreliose übertragen, finden sich vom Norden bis zum Süden gleichmäßig verbreitet.

Borreliose ist eine Krankheit, die oft erst wahrgenommen wird, wenn man damit in Berührung kommt. Dass man infiziert ist, merkt man an der typischen, großflächigen Rötung um die Einstichstelle, die sich allerdings nicht bei allen Menschen zeigt. Sie bildet sich wenige Tage bis Wochen nach dem Stich. In den meisten Fällen entwickeln sich grippeähnliche Symptome. Wird sofort eine vierwöchige hochdosierte Antibiotikatherapie eingeleitet, kann man Glück haben und die Erreger werden komplett vernichtet. Beginnt die Therapie zu spät, wandern die Bakterien in tiefe Gewebsschichten, Organe, Muskeln, Gelenke, Knochensubstanz bis ins Gehirn ein. Dort nisten sie sich ein und sind für Antibiotika in der Regel nicht mehr zu erreichen. Lediglich in Phasen der schubweisen Vermehrung, kann die Behandlung der Erreger eindämmen und an der weiteren Vermehrung hindern.

Borreliose hat viele Gesichter und ist deshalb nur eindeutig über verschiedenen Bluttest auszumachen. Manch Rheumapatient leidet daher nicht an Rheuma, sonder unter den Folgen einer nicht erkannten Borreliose. Die Infektion kann Jahre zurückliegen und lange Zeit völlig unbemerkt bleiben. Von multiplem Organversagen, Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust, Sehstörungen, Lähmungen bis hin zu schwersten psychischen Krankheiten, können diverse Krankheiten eine Folge der Borreliose sein. Wer sich seit Jahren vergeblich mit teuren Medikamenten behandeln lässt, sollte seinen Arzt bitten, einen Test auf Borreliose zu machen. Möglicherweise kann ein langjähriges Leiden endlich mit einer Antibiotikatherapie gelindert werden. Antibiotika ist zurzeit das einzige Mittel, das bei Borreliose wirksam zur Verfügung steht. Eine Impfung gibt es nur für Tiere. Für den Menschen heißt es, seien die Nebenwirkungen zu hoch. In Amerika sieht man das anders, dort ist möglich, sich gegen einige Zeckenarten impfen zu lassen.

Eine Rolle im Kampf gegen die Folgen einer Borreliose spielt die Lobby der Pharmaindustrie. Sie verdient an teuren Rheuma- oder anderen Medikamenten, die jahrelang geschluckt werden müssen, wesentlich besser, als an der Gabe von schnödem Antibiotika. Borreliose ist keine harmlose Krankheit, sondern führt unbehandelt zu schweren Erkrankungen, Arbeitsunfähigkeit und letztlich zum Organversagen.

Ein einfacher Schutz ist das Tragen von Kleidung, die vor allem Füße und Beine bedecken, wenn man sich in der Natur bewegt. Und natürlich das tägliche Absuchen des kompletten Körpers nach Zecken. Sie übertragen die Bakterien in der Regel erst, nachdem sie einige Stunden am Körper hafteten. Sofortiges vorsichtiges Entfernen (die Zecke darf nicht zerdrückt oder verletzt werden!) kann deshalb eine Infektion verhindern. Mittlerweile häufen sich Zeichen, dass auch einige Mücken und Bremsen die Borreliose übertragen können.

Wichtige Anlaufstelle mit vielen Infos:

http://www.borrelioseshg-ostfriesland.de.vu/

Tigerauge

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Schweinegrippe im Internet angekommen



3 Kommentare

  1. Sicherlich sind Zecken einer der gefährlichsten Parasiten bei uns in Deutschland. Leider ist etwas dran, dass sich diese Plagegeister stark vermehrt haben, doch sollte auch darauf hingewisen werden, dass Hirnhautentzündung ebenfalls durch Zecken übertragen werden kann. Meningitis wird aber nicht nur von Zecken übertragen, sondern kann auch andere Ursachen haben.
    Auf jeden Fall sollte man sich vor Zecken in acht nehmen, da der Biss nicht nur unangenehm ist, sondern eben auch schwere Folgen haben kann.

  2. Ich mag Zecken nicht. Ich kann es nicht haben, wenn da etwas in meiner Haut drin steckt. Ich wurde schon oft von einer Zecke gebissen und immer ging es gut aus. Der Arzt kann einem die Zecke problemlos entfernen. Ich selbst könnte das bei mir aber nicht. Zudem habe ich mich impfen lassen, diese FSME Schutzimpfung. Ich denke das ist eigentlich schon sehr ratsam!

  3. Ok, FSME ist die eine Sache, aber die Zecken übertragen doch meines Wissens nach noch eine andere Krankheit. Borreliose? Soweit ich weiß kann man sich davor gar nicht schützen. Ich wurde auch schon von Zecken gebissen, zum Glück noch nicht in diesem Sommer. Ich versuche auch grundsätzlich zu vermeiden durchs hohe Gras zu laufen. Das habe ich einmal gemacht und gleich hatte ich 2 Zecken, die auf mir herumgelaufen sind.

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