ADAC fordert strengere Abgas-Verpflichtungen für Autobauer

BERLIN (dpa-AFX) – Der Autofahrerclub ADAC fordert als Konsequenz
aus dem Abgas-Skandal strengere Verpflichtungen für die Hersteller. „Die Verbraucher erwarten zu Recht, dass ihre Fahrzeuge mit sauberer
Technik ausgestattet werden“, heißt es in einem am Mittwoch
vorgelegten Positionspapier zur Bundestagswahl. Die Techniken seien
bereits verfügbar und könnten mit geringem Mehraufwand eingebaut
werden. „Damit das geschieht, ist der Gesetzgeber gefordert.“

Leitlinie müsse sein, Emissionen direkt an der Quelle zu
verringern, ohne die Mobilität zu beschränken. „Zu allererst braucht
es also wirklich saubere Autos, die über alle Betriebszustände und
vor allem im Realbetrieb die Abgasgrenzwerte einhalten“, betont der
ADAC.

Nötig sei eine stärkere Überwachung bereits zugelassener Autos,
deren Ergebnisse für Verbraucher kostenfrei veröffentlicht werden
sollten. Als nachhaltige Lösung gegen Abgas-Tricksereien solle
international geregelt werden, dass nur manipulationssichere Systeme
und Bauteile bei der Genehmigung neuer Fahrzeugtypen zugelassen
werden.

Der ADAC schlägt außerdem einen neuen „Verbraucherbeirat“ beim
Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) vor, dem Verbraucherverbände,
Streitschlichter, Bundesministerien und Wissenschaftler angehören
sollten./sam/DP/jha

ISIN DE0005190003 DE0007100000 DE0007664005 DE0007664039 JP3633400001

AXC0129 2017-05-31/11:39

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