Aktien New York: Wall Street bleibt nach Fed-Protokoll moderat im Plus

NEW YORK (dpa-AFX) – Die Wall Street hat am Mittwoch zunächst
kaum auf das Protokoll zur jüngsten Sitzung der US-Notenbank (Fed)
reagiert. Die wichtigsten Aktienindizes hielten sich nach einigen
kurzen Zuckungen im Plus. Den Notenbankern zufolge dürften die
Konsumausgaben in den kommenden Monaten zulegen.

Der Dow Jones Industrial stieg zuletzt um 0,21
Prozent auf 20 982,53 Punkte. Tags zuvor hatte der US-Leitindex
bereits seine Erholung nach einem Rückschlag in der vergangenen
Woche mit gebremstem Tempo fortgesetzt. Am Mittwoch nun sorgten
einmal mehr enttäuschende Nachrichten vom Immobilienmarkt für etwas
Ernüchterung. So waren die Verkäufe bestehender Häuser im April
überraschend stark gesunken.

Der marktbreite S&P-500-Index stand zur
Wochenmitte 0,07 Prozent höher bei 2400,16 Punkten. Für den Nasdaq
100 ging es um 0,24 Prozent auf 5717,12 Zähler nach
oben.

Schlusslicht im Dow waren die Aktien von General Electric
mit einem Minus von 2,10 Prozent auf 27,69 US-Dollar.
Börsianer verwiesen als Belastung auf Aussagen des Chefs des
Mischkonzerns, Jeffrey Immelt, auf einer viel beachteten
Analystenkonferenz. Immelt zufolge muss sich das Unternehmen
anstrengen, um noch wie geplant im kommenden Jahr einen Gewinn je
Aktie von 2 Dollar zu erwirtschaften. Weitere Kosteneinsparungen
seien nun nötig.

Unter den weiteren Einzelwerten litten die Papiere von Tiffany
unter schwachen Quartalszahlen und sackten um gut 8
Prozent ab. Damit zählten die Aktien zu den Schlusslichtern im S&P
500. Der Schmuckhersteller enttäuschte mit rückläufigen Umsätzen im
ersten Jahresviertel.

Ebenfalls unter Druck gerieten die Anteilscheine von Lowe’s
, die mehr als 3 Prozent einbüßten. Die Baumarktkette
hatte enttäuschende Gewinnzahlen für das erste Quartal präsentiert.

Für die Papiere von Praxair hingegen ging es um
knapp 2 Prozent nach oben. Der Dax-Konzern und
Industriegasehersteller Linde und sein
US-Wettbewerber sind ihrer bei den Arbeitnehmern umstrittenen Fusion
deutlich näher gekommen. Verhandlungsteams beider Unternehmen
erzielten nun eine grundsätzliche Einigung.

Unter den Technologiewerten fanden Nvidia-Aktien nach Informationen aus informierten Kreisen Beachtung und gewannen
gut 1 Prozent. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, hat
der japanische Telekom- und Medienkonzern Softbank nach und nach einen 4 Milliarden US-Dollar schweren Anteil an dem
Grafikchiphersteller angehäuft. Damit seien die Japaner nun mit 4,9
Prozent an Nvidia beteiligt, hieß es. Das ist eine Schwelle, die
noch nicht meldepflichtig ist.

Klarer Spitzenreiter im Nasdaq 100 waren die Anteilscheine von
Intuit mit einem Plus von mehr als 7 Prozent. Der
Anbieter von Finanzsoftware hatte mit seiner Buchungssoftware für
kleinere Unternehmen einen derart hohen Umsatz erwirtschaftet, dass
nun der Ausblick angehoben wurde./la/he

ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072

AXC0297 2017-05-24/20:18

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