Aktien New York: Wenig verändert am ‚Cyber Monday‘ – Rekorde im frühen Handel

NEW YORK (dpa-AFX) – Die US-Börsen haben sich am sogenannten „Cyber Monday“ von ihren Rekorden im frühen Handel wieder etwas
entfernt. So stand der Leitindex Dow Jones Industrial zuletzt nur noch 0,14 Prozent im Plus bei 23 592,01 Punkten, nachdem
er in der Spitze bis auf 23 638,92 Punkte geklettert war und damit
so hoch wie nie zuvor.

Der breit gefasste S&P 500 notierte 0,02 Prozent
höher auf 2603,07 Punkten. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100
trat mit plus 0,01 Prozent auf 6409,94 Punkten
ebenfalls quasi auf der Stelle.

Nach dem „Black Friday“, der bereits vor dem Wochenende
traditionell das Weihnachtsgeschäft im stationären Einzelhandel
eingeläutet hatte, locken nun an diesem Montag die Internet-Shops
ihre Käufer mit Schnäppchenpreisen. Beide Tage gelten als wegweisend
für das wichtige Weihnachtsgeschäft in den USA und auch als
Indikatoren für die allgemeine Konsumstimmung.

Vom US-Häusermarkt gab es zudem positive Signale. Die Verkäufe
neuer Häuser waren im Oktober überraschend und auch deutlich
gestiegen. Dies unterstreiche die Stärke der US-Wirtschaft,
kommentierte Analyst David Madden von CMC Marktes. Das immer noch
relativ tiefe Zinsumfeld stütze den wichtigen US-Immobilienmarkt,
selbst wenn der Leitzins demnächst erhöht werden sollte.

Platzhirsch unter den Internet-Händlern ist Amazon
, dessen Aktien am „Cyber Monday“ erstmals in ihrer
Geschichte die Marke von 1200 US-Dollar hinter sich ließen. In der
Spitze ging es bis auf 1213,41 Dollar hoch. Zuletzt kosteten die
Papiere des Online-Handelsgiganten mit plus 1,1 Prozent etwas
weniger als 1200 Dollar.

Einer aktuellen Kundenumfrage der US-Bank Goldman Sachs zufolge
setzt sich der Trend zum Online-Shopping ungebrochen fort. Amazon
und Wal-Mart seien in diesem Weihnachtsgeschäft die
dominierenden Händler, hieß es. Die Wal-Mart-Anteile gaben ihre
anfangs moderaten Kursgewinne zuletzt jedoch vollständig ab.

Ölwerte verbilligten sich. Im Dow sanken Chevron und ExxonMobil um bis zu 0,9 Prozent. Die Ölpreise
gaben zum Wochenauftakt nach. Marktbeobachter sprachen von einer
Gegenbewegung nach einem kräftigen Anstieg in der Vorwoche. Experten
erwarten, dass die OPEC am Donnerstag an Produktionskürzungen
festhalten wird.

Unter den Nebenwerten zogen die Aktien des Verlagshauses Time Inc
um mehr als 9 Prozent an. Der US-Verleger Meredith
übernimmt das mit Problemen kämpfende Traditionshaus,
das vor einigen Jahren vom Medienkonzern Time Warner abgespalten wurde. Geboten werden 18,50 Dollar je Aktie, was die
Transaktion inklusive Schulden mit 2,8 Milliarden Dollar bewertet.
Meredith-Aktien gewannen mehr als 11 Prozent.

Western Digital rutschten an der Technologiebörse
Nasdaq um mehr als sechseinhalb Prozent ab, nachdem Morgan Stanley
die Papiere des Herstellers von Festplattenlaufwerken und
Speicherprodukten abgestuft hatte./ajx/she

ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072

AXC0268 2017-11-27/20:19

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