Aktien Wien Schluss: ATX im Plus – Immobilien-Aktien im Fokus

WIEN (dpa-AFX) – Die Wiener Börse hat am Freitag gut behauptet
geschlossen. Der ATX stieg 5,28 Punkte oder 0,16
Prozent auf 3209,58 Einheiten. Der Handelstag verlief aufgrund des
Feiertages am Vortag äußerst ruhig. Am Nachmittag stützten die
Konjunkturdaten aus den USA. Dort ist die Wirtschaft nicht ganz so
schwach in das Jahr gestartet wie bisher gedacht. Kommende Woche
dürften vor allem Zahlen zur Inflationsentwicklung in der Eurozone
betrachtet werden. Zudem steht mit dem Einkaufsmanagerindex für die
Industrie ein wichtiger Frühindikator für den Währungsraum auf dem
Kalender.

Branchenseitig rückten Aktien der Immobilienkonzerne in den Fokus
der Investoren, denn kommenden Montag legt Immofinanz (plus 0,24
Prozent) Zahlen zum ersten Quartal vor. Die Baader-Bank-Experten
erwarten sich vor allem neue Informationen zur geplanten Abstoßung
des Russland-Geschäfts.

Auch beim Branchenkompagnon s Immo (minus 0,20 Prozent) steht
eine Zahlenvorlage ins Haus. Gerüchte um ein näheres Zusammenrücken
mit CA Immo und Immofinanz flammen immer wieder auf
und die Experten der Baader-Bank erhoffen sich Klarheit dazu. Sie
gehen davon aus, dass sich die Mieterlöse stabil entwickeln werden.
Allerdings soll der Nettogewinn nach Minderheiten nur bei 7,5
Millionen Euro liegen, nach 27,0 Millionen Euro im ersten Quartal
des Vorjahres.

Für die Analysten der Erste Group bleibt die CA Immo der
Branchenliebling. Ihnen gefällt, dass der Konzern seine Landreserven
ausnutzen wird. Die Aktien gingen als bester Sektorwert mit plus
1,51 ins Wochenende.

Unterdessen dürften die Anleger von Schoeller-Bleckmann (SBO)
Kasse gemacht haben. Die Anteilsscheine hatten zur Wochenmitte nach
starker Zahlenvorlage merklich zugelegt. Inzwischen fielen sie um
3,65 Prozent auf 64,98 Euro ans Ende der Kurstafel. Am Mittwoch
notierten sie noch zwischenzeitlich bei 69,30 Euro. Der positive
Effekt durch eine Verlängerung der OPEC-Förderkürzungen wird derzeit
durch eine steigende US-Produktion minimiert, schreiben die
Analysten der Erste Group. Sie erwarten, dass der SBO-Kurs volatil
bleibt und bestätigen ihr Votum bei „Halten“ bei einem Kursziel von
72,30 Euro.

Außerdem verloren die AMAG-Titel 0,79 Prozent. Obwohl die
Spezialisten der Erste Group ihr Kursziel von 37,50 auf 47,50 Euro
angehoben haben. Als Grund führen sie die robusten Aluminiumpreise
an, sehen für diese aber auch ein Risiko wieder zu
fallen./mad/APA/she

AXC0184 2017-05-26/18:42

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