Allg. Zeitung Mainz: Bösartig / Kommentar von Reinhard Breidenbach zu kriminellen Pflegediensten

Mainz (ots) – Es gibt Kriminelle, die besonders hinterhältig und bösartig sind. Solche, bei denen es wirklich schwerfällt, auf irgendeine Einsicht oder gar Besserung zu hoffen, auf Resozialisierung zu bauen. Die bayerische Polizei hat Erkenntnisse, wonach Frauen aus Osteuropa nicht mehr als Prostituierte ins Land geholt, sondern systematisch in der Pflege – zwecks Betrug – eingesetzt werden. Das zeigt einmal mehr, dass es bei organisierter Kriminalität keinen Grad von Menschenverachtung gibt, der tabu wäre. Begangen werden solche Verbrechen, bei denen in der Regel die Drahtzieher am verwerflichsten agieren und nicht die direkt Handelnden, generell von Deutschen, Franzosen, Italienern, Schweden, Russen, Ukrainern und vielen anderen. Es ist wichtig, dass der aktuelle Fall von mafiös betriebenem Betrug zum Nachteil der Pflegebedürftigen und der von uns allen gespeisten Sozialkassen nicht auch noch zu Ressentiments und gesteigerter Ausländerfeindlichkeit führt. Es ist auch so schon schlimm genug. Allerdings darf auch niemand die Augen davor verschließen, dass bei manchen Delikten bestimmte Täter- und Verdächtigengruppen, auch aus dem Ausland, im Fokus stehen. Die Polizei wird ihre Schlüsse daraus ziehen. Thema Prävention: Wurde es den Tätern zu leicht gemacht? Die Deutsche Stiftung Patientenschutz nennt es naiv, Pflegeleistungen nicht elektronisch abzurechnen; eine einheitliche lebenslange Patientennummer müsse eingeführt werden. Diesem Vorhalt ist nachzugehen. Thema Repression: Dass im Fall von Verurteilungen die Strafen angemessen deutlich auszufallen haben, bedarf keiner Erörterung.

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