ANALYSE/Equinet: Noch droht BMW durch Produktionsstopp keine Belastung

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Produktionsprobleme bei BMW
wegen fehlender Bauteile sollten den Aktienkurs nach
Einschätzung der Investmentbank Equinet zumindest vorerst nicht
belasten. Für den Moment seien die aus den Verzögerungen
entstehenden Kosten für den Autobauer noch überschaubar, schrieb
Analyst Tim Schuldt in einer Studie vom Montag. Auch den für dieses
Jahr angepeilten, moderaten Anstieg des Vorsteuergewinns sieht er
noch nicht in Gefahr. Er beließ die Einstufung der Aktie auf „Accumulate“. Zum ebenfalls unveränderten Kursziel von 98 Euro hat
das Papier damit aktuell noch 16 Prozent Luft nach oben.

Allerdings sei nicht klar, wie lange die derzeitige Situation
andauern werde, gab der Experte zu bedenken. Wenn die Probleme
länger als ein paar Tage anhielten, drohe ein dramatischer
Kostenanstieg, da der Autobauer den Rückstand nicht mit einer später
höheren Produktion ausgleichen könnte.

Nach der Veröffentlichung der Studie teilte BMW-Einkaufsvorstand
Markus Duesmann mit, dass „unser Lieferant Bosch zurzeit nicht in
der Lage ist, uns mit einer ausreichenden Zahl von Lenkgetrieben für
die BMW 1er, 2er, 3er und 4er Reihe zu beliefern.“ Bosch teilte in
Stuttgart im Gegenzug mit, das Unternehmen beziehe ein wesentliches
Bauteil für die Lenkung von einer Firma in Italien. „Bei diesem
Zulieferer kommt es derzeit zu Lieferproblemen.“

Entsprechend der Einstufung „Accumulate“ rechnen die Analysten
von Equinet mit einer Gesamtrendite der Aktie in den kommenden zwölf
Monaten von 10 bis 20 Prozent./gl/ck/he

Analysierendes Institut Equinet.

ISIN DE0005190003

AXC0168 2017-05-29/17:11

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