Bahn-Konkurrenten wollen mehr Mitsprache bei Baustellen

BERLIN (dpa-AFX) – Die Konkurrenten der Deutschen Bahn dringen
auf eine bessere Planung der zahlreichen Baustellen im deutschen
Schiennetz. „Die Auswirkungen auf den Personen- und Güterverkehr
sind schon jetzt immens“, sagte Matthias Stoffregen, Geschäftsführer
des Bahnkonkurrenten-Verbands Mofair, der Deutschen Presse-Agentur. „Mehrere Unternehmen sagen: Weil ihr eure Baustellen nicht im Griff
habt, haben wir über den Baustellenfahrplan hinaus Verspätungen.“
Das führt dazu, dass die Konkurrenten Strafzahlungen an die Länder
leisten müssen. „Die Planung muss noch dialogorientierter werden“,
forderte Stoffregen.

Der Bundeskonzern investiert in diesem Jahr die Rekordsumme von
7,5 Milliarden Euro in das deutsche Schienennetz – in neue Gleise,
Weichen und Signale. Mehrere Bahn-Anbieter wollen nach
Branchenangaben Schadenersatz. Die Bundesnetzagentur prüft, ob die
Bahn durch die Bauplanung den Zugang zum Netz hemmt. Ein
Bahn-Sprecher sagte: „Der Vorwurf, dass wir so planen, dass es vor
allem Dritte trifft, ist falsch.“ Verbesserungsmöglichkeiten
bespricht die Bahn mit allen Beteiligten bis Jahresende an einem
runden Tisch./bf/DP/zb

AXC0006 2017-05-28/08:49

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