BDI-Präsident Kempf: ‚Große Koalition ja, aber nicht um jeden Preis‘

BERLIN (dpa-AFX) – Dem Bundesverband der Deutschen Industrie
(BDI) ist eine schnelle Regierungsbildung wichtiger als die konkrete
Konstellation. Wichtig sei es, die neue Regierung möglichst schnell
zu bilden, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf am Dienstagmorgen im
Deutschlandfunk. „Das brauchen wir in Europa und in der Welt.“ Und
weiter: „Das Motto jetzt muss heißen: Große Koalition ja, aber nicht
um jeden Preis.“ Man habe auch mit einer Minderheitsregierung „keine
Probleme“, erklärte Kempf.

Er hatte das Scheitern der Sondierungen für eine
Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen vor gut einer Woche als „absolut unbefriedigend“ bezeichnet. „Wir von Seiten der Industrie
hätten Jamaika als Chance gesehen“, erklärte der BDI-Chef.

Der neue Bahnchef Richard Lutz äußerte Bedenken gegen einer
Minderheitsregierung. „Unsicherheit über Monate – das würde dem Land
schaden“, sagte Lutz der „Süddeutschen Zeitung“ am Dienstag. Bei
wichtigen Fragen der Außen- und Wirtschaftspolitik ist ein Modell
mit wechselnden Mehrheiten aus Lutz‘ Sicht „nicht das
richtige“./pre/DP/zb

AXC0070 2017-11-28/08:58

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