Beamtenbund entschieden gegen SPD-Vorschlag einer Bürgerversicherung

BERLIN (dpa-AFX) – Der Beamtenbund (dbb) lehnt die von der SPD
wieder ins Gespräch gebrachte sogenannte einheitliche
Bürgerversicherung entschieden ab. Beamtenbundchef Ulrich Silberbach
sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wir werden jedem Versuch
entgegentreten, Versorgung und Rente, Beihilfe, PKV und gesetzliche
Krankenversicherung in einen Topf zu werfen. Wer das bewährte
eigenständige und verfassungsrechtlich verankerte Sicherungssystem
der Beamten nachhaltig verschlechtern oder gar gänzlich auflösen
will, überschreitet eine rote Linie.“

Im Zusammenhang mit möglichen Sondierungen zwischen Union und SPD
über eine Neuauflage der großen Koalition kam in der SPD erneut die
Forderung nach einer Bürgerversicherung auf. SPD, Linke und Grüne
setzen sich in verschiedenen Varianten für die Abschaffung der
Privaten Krankenversicherung (PKV) ein und streben eine gesetzliche
Bürgerversicherung für jeden an.

Die meisten Beamten sind privat versichert, weil sie von ihrem
Dienstherren eine sogenannte Beihilfe zwischen 50 und 80 Prozent für
die Krankheitskosten bekommen und damit nicht die entsprechend hohen
Beiträge der PKV bezahlen müssen.

Silberbach argumentierte weiter: „Wir können die
Funktionsfähigkeit unseres Staatswesens, deren Rückgrat nun einmal
die Beamten mit ihrem besonderen und entsprechend alimentierten
Pflicht- und Treueverhältnis sind, nicht auf dem Altar einer
vermeintlichen sozialen Gerechtigkeit opfern.“/rm/DP/zb

AXC0003 2017-11-30/05:22

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.