Bericht: Deutsch-belgische Atomkommission soll im Juni erstmals tagen

BERLIN (dpa-AFX) – Die nach der Pannenserie in belgischen
Atomkraftwerken vereinbarte deutsch-belgische Nuklearkommission soll
einem Medienbericht zufolge nächsten Monat ihre Arbeit aufnehmen.
Die erste Sitzung sei für den 7. und 8. Juni geplant, schreibt das
Bundesumweltministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der
Grünen-Bundestagsfraktion, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe
(Montag) berichten. Dabei solle es um die technischen Befunde an den
umstrittenen belgischen Reaktoren Tihange-2 und Doel-3 gehen.

Die beiden Kernkraftwerke Tihange und Doel sind rund 60
beziehungsweise 140 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.
Wegen Tausender kleiner Risse in den Reaktorblöcken und offener
Sicherheitsfragen fordert die Bundesregierung eine Betriebspause für
Doel 3 und Tihange 2 – bislang vergeblich. Deutsche Fachleute
konnten nicht mit Sicherheit sagen, ob die Meiler im Störfall sicher
wären.

Das im Dezember geschlossene Nuklearabkommen sieht zum
verbesserten Informationsaustausch unter anderem die Gründung der
Kommission vor. In der Antwort an die Grünen moniert das
Bundesumweltministerium laut Bericht, Belgien habe wichtige
Messdaten für das Akw Tihange noch immer nicht bereitgestellt. Diese
seien aber nötig, damit das Bundesamt für Strahlenschutz berechnen
könne, welche Auswirkungen ein Atomunfall für die grenznahe Region
in Deutschland hätte./mk/DP/zb

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