Berufung abgelehnt: VW-Manager kommt nicht gegen Kaution frei

DETROIT (dpa-AFX) – Ein Anfang des Jahres festgenommener
Volkswagen -Manager, den die USA im Abgas-Skandal
angeklagt haben, muss in Haft bleiben. Das zuständige
Berufungsgericht bestätigte am Mittwoch die Abweisung eines
Kautionsantrags, die von den Anwälten des langjährigen VW
-Mitarbeiters angefochten worden war. An der
Entscheidung, den Mann wegen Fluchtgefahr nicht auf freien Fuß zu
setzen, gebe es nichts auszusetzen, befand das Gericht.

Die US-Justiz beschuldigt den Deutschen, der bei VW bis März 2015
in leitender Funktion mit Umweltfragen in den USA betraut war, Teil
einer Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen US-Umweltgesetze
gewesen zu sein. Sein Prozess wird voraussichtlich erst im Januar
2018 beginnen. Ihm droht eine lange Haftstrafe.

Der Angeklagte war am 7. Januar auf der Rückreise aus Florida von
der US-Bundespolizei FBI am Flughafen von Miami abgefangen worden
und ist seitdem inhaftiert. Er plädiert auf unschuldig.
Empfehlungsschreiben von Familie und Freunden sowie das Angebot,
finanzielle Sicherheiten über 1,6 Millionen Dollar zu hinterlegen,
hatten den Richter in erster Instanz nicht vom Kautionsantrag
überzeugt.

Die US-Justiz befürchtet, dass sich der Mann, wenn er freikäme,
nach Deutschland absetzen könnte, von wo ihm keine Auslieferung
droht. Wegen des Dieselskandals sind in den USA bislang
Strafanzeigen gegen sieben VW-Mitarbeiter öffentlich gemacht worden.
Der Angeklagte ist jedoch der einzige, den die US-Behörden fassen
konnten./hbr/DP/he

ISIN DE0007664039

AXC0313 2017-05-24/22:30

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