BGH stärkt Passagierrechte auf Entschädigung für gestrichenen Flug

KARLSRUHE (dpa-AFX) – Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Rechte
von Fluggästen gestärkt. Annulliert eine Airline einen Flug, muss
sie Passagieren in der Regel eine Entschädigung zahlen. Eine
Ausnahme davon legten die Karlsruher Richter am Dienstag eng aus.

In dem Fall wollten die Kläger mit Singapore Airlines von
Frankfurt nach Singapur und weiter nach Sydney fliegen. Den ersten
Flug strich die Airline und bot als Ersatz an, mit einer anderen
Gesellschaft zu fliegen. Dieser Ersatzflug verzögerte sich aber um
16 Stunden. Die Kläger kamen mit einer Verspätung von 23 Stunden in
Sydney an.

Nach dem Karlsruher Urteil muss Singapore Airlines den Klägern
nun eine Entschädigung wegen der Annullierung des Flugs zahlen,
obwohl sie einen Ersatzflug angeboten hatte. Ein Ausgleichsanspruch
sei nur dann ausgeschlossen, wenn der Passagier sein Ziel mit dem
Ersatzflug „tatsächlich höchstens zwei Stunden nach der planmäßigen
Ankunftszeit erreichen konnte“. (Az.: X ZR 73/16)/cko/DP/men

ISIN DE0008232125 FR0000031122 ES0177542018

AXC0194 2017-10-10/16:44

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.