Bitkom: Netzausbau sollte nicht auf Glasfaser verengt werden

Der Digitalbranchenverband Bitkom hat beim Ausbau der Netzinfrastruktur in Deutschland mehr Flexibilität statt Fokussierung auf Glasfaser gefordert. „Ich finde, die Diskussion ist zu sehr auf das sehr leistungsfähige, aber auch kostspielige Glasfaserangebot verengt“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagsausgaben).

„Der komplette Ausbau dieser Netzinfrastruktur würde bedeuten, rund eine Million Kilometer Glasfaser zu verlegen. In einem Rutsch funktioniert das ohnehin nicht. Wir können nicht von heute auf morgen alle Straßen aufreißen, Vorgärten aufgraben und in den Häusern Schlitze klopfen“, so Rohleder. Es sei auch in Zukunft kaum zu erwarten, dass der Bedarf in dem Ausmaß steigt, dass sich Glasfaser überall für private und geschäftliche Kunden rechne.

„Viele Machine-to-Machine-Anwendungen, beispielsweise im Automobilbereich, benötigen ohnehin Mobilfunk- statt Festnetzanschlüsse. Durch die neuen Standards in der Funktechnologie können zum Beispiel Autos untereinander in Echtzeit kommunizieren. Dafür brauche ich den neuen Mobilfunk mit 5G, nicht die Glasfaser“, sagte Rohleder dem RND. „Ich werbe für einen Infrastruktur-Wettbewerb mit einem sinnvollen Technologiemix. Das Ziel muss Gigabit für alle bis 2025 sein.“

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