Bundesregierung verurteilt nordkoreanischen Raketentest

Von Stefan Lange

BERLIN (Dow Jones)–Die Bundesregierung hat den erneuten Raketentest Nordkoreas „auf das Schärfste“ verurteilt. Das Regime in Pjöngjang habe damit „einmal mehr gezeigt, dass es eine Bedrohung der Stabilität der gesamten Region ist“, ergänzte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. Die Verantwortung für die Eskalation der vergangenen Monate liege allein bei der Führung in Pjöngjang.

Es handele sich um nicht um einen Konflikt zwischen Nordkorea und den USA, sondern um Verletzungen der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, sagte Demmer. „Die fortgesetzte Verletzung des Völkerrechts stellt eine Provokation der internationalen Gemeinschaft insgesamt dar.“

Gabriel bestellt Botschafter ein 

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärte, das rücksichtslose Verhalten Nordkoreas sei eine enorme Gefahr für die internationale Sicherheit. Dieser Bedrohung für den Weltfrieden „müssen wir als Weltgemeinschaft eindeutig und entschlossen entgegenstehen. Wir müssen den Druck auf Nordkorea weiter erhöhen“, erklärte der SPD-Politiker. Gabriel kündigte an, den nordkoreanischen Botschafter ins Auswärtige Amt einzubestellen.

Nordkorea hatte in den frühen Morgenstunden des Mittwochs (02:47 Uhr Ortszeit) erneut eine Rakete gestartet. Erste Erkenntnisse deuten laut Außenamt auf eine Interkontinentalrakete hin. Sie wurde aus Pyongsong, in direkter Nachbarschaft der Hauptstadt Pjöngjang gestartet, flog über nordkoreanisches Territorium zirka 1.000 Kilometer weit und stürzte in der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans ins Meer.

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DJG/stl/apo

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November 29, 2017 07:32 ET (12:32 GMT)

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