Das Schicksal des Anlegers: Der Dax hat zuletzt etwas geschwächelt, notiert gut 500 Punkte unter seinem …

Der Dax hat zuletzt etwas geschwächelt, notiert gut 500 Punkte unter seinem Allzeithoch. Bei manchem Anleger weckt das Zweifel. Endet die Rally? Oder nimmt sie doch wieder Fahrt auf? Ein hochemotionales Thema.

Trotz der jüngsten Rücksetzer: Für Aktionäre könnte das Jahr kaum besser laufen. Fast 14 Prozent hat der deutsche Aktienindex seit Jahresbeginn zugelegt. Weder geopolitische Verstimmung, noch ein starker Euro oder gar das zähe Ringen um die Regierungsbildung nach der Bundestagswahl konnten ihm nachhaltig etwas anhaben.

Natürlich gab es zwischenzeitlich auch Rücksetzer. Gerade erst gab der Dax in wenigen Handelstagen etwa 500 Punkte ab und rutschte unter die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten. Das weckt selbstverständlich auch Zweifel. Droht eine stärkere Korrektur? Vielleicht sogar ein Crash und damit das Ende der nun schon im achten Jahr laufenden Börsenrally? Sollten Anleger also besser die Reißleine ziehen und sich und ihr Geld in Sicherheit bringen? Oder folgt auf die Mini-Korrektur doch wieder die Erholung?

Solche Gedanken sind natürlich, aber auch gefährlich. Wer zu früh verkauft, verpasst schließlich den weiteren Aufstieg. Wer zu spät verkauft, wird im Falle eines Crash mit in die Tiefe gerissen. Die Unsicherheit ist mitunter groß, ebenso wie Angst und Gier. Rationale Argumente zählen nicht mehr oder werden fleißig um- und überinterpretiert. Psychologie pur.

Schon der legendäre Investor Peter Lynch sagte einst: „Wir müssen verstehen, dass unsere Kapitalanlage – immer -auch von einem Unterbewusstsein beeinflusst wird. Nicht der Kopf, sondern der Bauch bestimmt über das Schicksal des Anlegers.“ Institutionelle Investoren wissen das nur zu gut und können der Aussage Lynchs, immerhin einer der erfolgreichsten Fondsmanager der Welt, einiges abgewinnen. „Alle Entscheidungen werden auch durch das Unterbewusstsein beeinflusst“, sagt Anja Metzger, Vorstand der Laureus Privat Finanz.

Auch Stefan Wallrich von Wallrich Wolf Asset Management ist überzeugt, dass Lynchs Aussage grundsätzlich richtig ist und praktisch für alle Anleger in mehr oder minder starkem Maße gilt. Kaum jemand könne sich bestimmten psychologischen Einflüssen vollständig entziehen und ausschließlich rational agieren. Deshalb hat sich auch die Forschung vom „Homo Oeconomicus“ verabschiedet, einen absolut rationalen Anleger-Typus, mit dem der Mensch aber nicht besonders viel gemein hat.

Denn niemand, …

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