Devisen: Euro ohne klare Richtung – britisches Pfund legt zu

FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Euro hat am Mittwoch im
Tagesverlauf keine klare Richtung gefunden. Nach einigem Auf und Ab
lag die Gemeinschaftswährung am späten Nachmittag bei 1,1847
US-Dollar und damit in etwa auf dem Niveau vom Vorabend. Die
Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1827
(Dienstag: 1,1888) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8455
(0,8412) Euro.

Robuste Konjunkturdaten aus dem Euroraum konnten der
Gemeinschaftswährung keinen Auftrieb geben. Die Wirtschaftsstimmung
im Währungsgebiet hat sich im November abermals von einem hohen
Niveau aus verbessert und ist auf einen neuen Höchststand seit
Oktober 2000 gestiegen. Volkswirte hatten mit der aktuellen
Entwicklung gerechnet.

Spürbaren Auftrieb erhielt unterdessen das britische Pfund. Am
Markt wurde auf Medienberichte verwiesen, wonach sich Großbritannien
und die EU in einem wichtigen Streitpunkt des Brexit grundsätzlich
geeinigt hätten. Es geht um die Austrittsrechnung des Königreichs
und einen hohen zweistelligen Milliarden-Betrag.

EU-Chefunterhändler Michel Barnier bestritt, dass es bereits eine
Einigung mit Großbritannien gebe. Der SPD-Europaabgeordnete Jens
Geier bestätigte aber, dass ein britisches Angebot vorliege. Weitere
Streitpunkte bleiben unterdessen die Rechte von in Großbritannien
lebenden EU-Bürgern und die künftige EU-Grenze zwischen Irland und
Nordirland.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse
für einen Euro auf 0,88293 (0,89538) britische Pfund, 132,24
(132,24) japanische Yen und 0,1664 (1,1680) Schweizer Franken fest.
Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1283,85
(1291,85) Dollar gefixt./tos/bgf/she

ISIN EU0009652759

AXC0223 2017-11-29/17:05

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