Devisen: Euro unter 1,12 US-Dollar – US-Wirtschaft wächst stärker als gedacht

NEW YORK (dpa-AFX) – Der Kurs des Euro ist am
Freitag im New Yorker Handel unter Druck geblieben. Die
Gemeinschaftswährung litt damit weiter unter besser als erwartet
ausgefallenen US-Konjunkturdaten Zuletzt notierte der Euro bei
1,1175 US-Dollar. Im europäischen Handel hatte der Kurs noch bei
über 1,12 Dollar gelegen. Die Europäische Zentralbank hatte den
Referenzkurs auf 1,1196 (Donnerstag: 1,1214) Dollar festgesetzt. Der
Dollar kostete damit 0,8932 (0,8917) Euro.

Am Nachmittag hatten Daten zum Wirtschaftswachstum in den USA dem
Dollar Auftrieb verliehen, woraufhin der Eurokurs im Gegenzug bis
auf ein Tagestief bei 1,1161 Dollar gefallen war. Die US-Wirtschaft
war besser ins Jahr gestartet als bisher gedacht. Im ersten Quartal
war die größte Volkswirtschaft der Welt auf das Jahr hochgerechnet
um 1,2 Prozent zum Vorquartal gewachsen, wie das Handelsministeriums
in Washington nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer
ersten Erhebung war nur ein Wachstum um 0,7 Prozent ermittelt
worden.

Zuvor hätten enttäuschende Konjunkturdaten aus Italien die
Gemeinschaftswährung gebremst, hieß es von Marktbeobachtern. In der
drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone hatte sich die Stimmung in
den Unternehmen und das Konsumklima im Mai jeweils eingetrübt.

Der Kurs des britischen Pfunds fiel deutlich. Händler verwiesen
auf eine neue Umfrage zu den anstehenden Parlamentswahlen. Demnach
hat die oppositionelle linke Labour-Partei deutlich aufgeholt.
Zuletzt hatte sich der anstehende Brexit außerdem negativ in den
britischen Konjunkturdaten niedergeschlagen. Seit der vergangenen
Nacht verlor das Pfund zum Euro knapp 0,8 Prozent an Wert./la/he

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AXC0199 2017-05-26/21:01

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