Devisen: Eurokurs bleibt über 1,12 US-Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) – Der Kurs des Euro hat sich am
Donnerstag im New Yorker Handel über 1,12 US-Dollar gehalten.
Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1203 Dollar. Die
Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1214
(Mittwoch: 1,1193) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit
0,8917 (0,8934) Euro.

Das am Mittwochabend veröffentlichte Protokoll der US-Notenbank
(Fed) belastete den Dollar. Zwar hatte die Fed eine Leitzinsanhebung
für die nächste Sitzung im Juni signalisiert. Diese war jedoch an
den Finanzmärkten erwartet worden. Klare Hinweise für das Vorgehen
danach gab es jedoch nicht. Die Mitglieder im geldpolitischen
Ausschuss seien sich nach zuletzt enttäuschenden Daten uneins über
den weiteren Inflationsausblick, kommentierte Thu Lan Nguyen,
Devisenexpertin bei der Commerzbank. Das Potenzial für einen
steigenden Dollarkurs sei daher beschränkt.

Unter Druck geriet das britische Pfund. Die Wirtschaft
Großbritanniens hatte zu Beginn des Jahres noch stärker an Fahrt
verloren als erwartet. Der Außenhandel und der private Konsum
lasteten im ersten Quartal auf dem Wachstum des
Bruttoinlandsprodukt. Es war um 0,2 Prozent zum Vorquartal gestiegen
– nach 0,7 Prozent im Schlussquartal 2016. „Die Daten zeigen, dass
die Abwertung des britischen Pfundes nach der Brexit-Entscheidung
eine insgesamt negative Wirkung auf die Wirtschaftsentwicklung
hatte“, kommentierte Chefvolkswirt Samuel Tombs von Pantheon
Macroeconomics./la/he

ISIN EU0009652759

AXC0119 2017-05-25/21:01

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.