Devisen: Eurokurs legt nach Fed-Protokoll etwas zu

NEW YORK (dpa-AFX) – Der Eurokurs ist am Mittwoch
im New Yorker Handel wieder über 1,12 US-Dollar gestiegen. Zuletzt
kostete die Gemeinschaftswährung 1,1206 Dollar. Etwas Auftrieb
erhielt der Eurokurs vom Protokoll der jüngsten Zinssitzung der
US-Notenbank Fed.

Die meisten Ratsmitglieder der Fed hatten sich dabei zwar dafür
ausgesprochen, dass eine weitere geldpolitischen Straffung „bald“
erfolgt. Beim weiteren Ausblick aber gab es Uneinigkeit. Während
manche Mitglieder bei künftigen Zinserhöhungen ein schnelleres Tempo
an den Tag legen wollten, sprachen sich andere für eine langsamere
Gangart aus. Sollte die US-Notenbank tatsächlich den Leitzins
weniger schnell anheben, könnte dies den Dollarkurs eher schwächen.

Starke Impulse blieben derweil zur Wochenmitte aus. Auch eine
Rede von EZB-Präsident Mario Draghi konnte dem Devisenhandel keine
entscheidende Richtung verleihen. Dieser hatte bekräftigt, es gebe
momentan keinen Grund, den geldpolitischen Kurs zu ändern. Zwar
räumte Draghi ein, dass die extrem lockere Geldpolitik auch
Nebenwirkungen mit sich bringe. Diese seien aber begrenzt und
rechtfertigten keinen Kurswechsel. An den Finanzmärkten wird damit
gerechnet, dass die Notenbank erst im kommenden Jahr damit beginnt,
ihre milliardenschweren Wertpapierkäufe auslaufen zu lassen.

Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf
1,1193 (Dienstag: 1,1215) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete
damit 0,8934 (0,8917) Euro./la/he

ISIN EU0009652759

AXC0306 2017-05-24/21:26

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