Devisen: Eurokurs steigt über 1,12 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Eurokurs hat am Dienstag
nach guten Konjunkturdaten aus Frankreich zugelegt. Außerdem sorgten
enttäuschende US-Wirtschaftszahlen für Auftrieb. Am Nachmittag stieg
der Kurs der Gemeinschaftswährung über 1,12 US-Dollar und erreichte
ein Tageshoch bei 1,1205 Dollar. Am Morgen hatte der Euro noch fast
einen Cent tiefer notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte
den Referenzkurs auf 1,1173 (Montag: 1,1188) Dollar fest. Der Dollar
kostete damit 0,8950 (0,8938) Euro.

Gute Signale aus Frankreich sorgten für den ersten Auftrieb beim
Eurokurs. Das französische Bruttoinlandsprodukt hatte sich im ersten
Quartal mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent etwas stärker entwickelt
als bisher gedacht. Außerdem hatte sich die Stimmung der
französischen Verbraucher im Mai aufgehellt und war laut der
Statistikbehörde Insee auf das beste Niveau seit fast zehn Jahren
gestiegen.

Am Nachmittag lieferten enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA
weiteren Auftrieb für den Eurokurs. Im Mai war die Konsumlaune der
US-Bürger überraschend schwach ausgefallen. Vor diesem Hintergrund
konnte ein kräftiger Rückgang der Inflation in Deutschland die
Gemeinschaftswährung nicht belasten. In der größten Volkswirtschaft
der Eurozone war die Teuerung im Mai auf 1,5 Prozent gesunken, nach
einer Inflation von 2,0 Prozent im April. Eine schwächere Inflation
nimmt ein Stück weit den Druck von der EZB, die Geldschleusen wieder
zu schließen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse
für einen Euro auf 0,86793 (0,87093) britische Pfund, 123,97
(124,57) japanische Yen und 1,0903 (1,0900) Schweizer Franken fest.
Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1262,70 (zuletzt
Freitag: 1256,95) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36
433,00 (Montag: 36 577,00) Euro./jkr/tos/he

ISIN EU0009652759

AXC0242 2017-05-30/16:52

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