Die Bundeswehr und der Geist der Wehrmacht: Die Wehrmacht ist nicht traditionsstiftend für die Bundeswehr. …

Die Wehrmacht ist nicht traditionsstiftend für die Bundeswehr. Das hat die Verteidigungsministerin vor wenigen Tagen klargestellt. Helme, Waffen und Devotionalien in Kasernen sprechen eine andere Sprache.

Wehrmachtshelme im Regal, heroische Landser-Malereien an der Wand, historische Waffen in der Ecke: Die Inneneinrichtung eines Gemeinschaftsraums in der Kaserne im französischen Illkirch hat die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Dort, wo der rechtsextreme Oberleutnant Franco A. seinen Dienst verrichtete und womöglich einen Anschlag plante, wurden neben anderen militärhistorischen Erinnerungsstücken im Gruppenraum Andenken an die Wehrmacht glorifiziert. Nach einem Rundgang macht Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen klar: „Die Wehrmacht ist in keiner Form traditionsstiftend für die Bundeswehr.“ Aber ist das wirklich so?

Die Affäre um rechtsextreme Umtriebe in der Bundeswehr hat eine Diskussion um die Traditionen der Truppe entfacht. Wie viel Wehrmacht steckt noch in der Bundeswehr? Bereits vor Jahrzehnten verließ der letzte ehemalige Wehrmachtssoldat die Bundeswehr. „Aber der Geist der Wehrmacht scheint durch Symbole und Devotionalien immer noch partiell vorhanden zu sein“, meint der Obmann der Linken im Verteidigungsausschuss der Bundestags, Alexander Neu.

Tradition ist wichtig in der Truppe: Wer kämpfe, sein Leben für Werte und Vaterland riskiere, der brauche Identifikationssymbole, Bräuche und Sitten, Rituale und Zeremonien, sagen Militärs. Deutsche Soldaten dürfen sich auf gewisse Traditionslinien berufen, sie dürfen etwa stolz sein auf die preußischen Heeresreformer oder den Widerstand im Dritten Reich. Das Dritte Reich selbst aber gehört nicht dazu.

Bis …

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