dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN der Woche vom 05. bis 09.02.2018

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) – Ausgewählte Analysten-Einstufungen
im dpa-AFX-Nachrichtendienst der Woche vom 05. bis 09.02.2018

MONTAG

Warburg Research senkt Fraport auf ‚Sell‘ – Ziel hoch auf 80 Euro

HAMBURG – Das Analysehaus Warburg Research hat Fraport
von „Hold“ auf „Sell“ abgestuft, das Kursziel aber
von 74,50 auf 80 Euro angehoben. Die Aktien des Flughafenbetreibers
seien mittlerweile zu ambitioniert bewertet, begründete Analyst
Christian Cohrs sein neues Votum in einer am Montag vorliegenden
Studie. Investoren sollten deshalb Gewinnmitnahmen in Betracht
ziehen. Zu dem höheren Kursziel habe unter anderem der nach vorn
verschobene Bewertungszeitraum geführt.

Equinet hebt Stabilus auf ‚Buy‘ – Ziel 89 Euro

FRANKFURT – Die Investmentbank Equinet hat Stabilus
nach Zahlen von „Accumulate“ auf „Buy“ hochgestuft,
das Kursziel aber unverändert bei 89 Euro belassen. Analyst Manuel
Tanzer begründete sein noch optimistischeres Votum für den
Autozulieferer mit der jüngsten Kurskorrektur, die bei den Papieren
mehr Aufwärtspotenzial geschaffen habe. Das erste Quartal sei solide
verlaufen, schrieb der Experte in einer am Montag vorliegenden
Studie.

Hauck & Aufhäuser startet Jenoptik mit ‚Buy‘ – Ziel 41 Euro

HAMBURG – Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat Jenoptik
mit „Buy“ und einem Kursziel von 41 Euro in die
Bewertung aufgenommen. Der Technologiekonzern vollziehe einen
tiefgreifenden Wandel, schrieb Analyst Robin Brass in einer am
Montag vorliegenden Studie. Die starke Wettbewerbsstellung habe er
zwar nie angezweifelt, aber unter dem neuen Management dürfte diese
nun in ein schwungvolleres Wachstum und höhere Renditen umgemünzt
werden. Das TecDax-Unternehmen dürfte schlanker, wendiger und
fokussierter werden.

DIENSTAG

Berenberg senkt Ziel für Vossloh auf 46 Euro – ‚Hold‘

HAMBURG – Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Vossloh
von 49 auf 46 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Hold“ belassen. Die meisten deutschen Investitionsgüter-Unternehmen
dürften 2018 vom starken Eurokurs und steigenden Löhnen belastet
werden, schrieb Analyst Sebastian Kuenne in einer am Dienstag
vorliegenden Branchenstudie. Gemildert werden sollte der Gegenwind
aber durch die US-Steuerreform. Für den Verkehrstechnikkonzern
reduzierte er seine Gewinnprognosen (EPS) für 2018 und 2019.

CFRA hebt RWE auf ‚Strong Buy‘ – Ziel 22 Euro

LONDON – Das Analysehaus CFRA hat RWE von „Hold“
auf „Strong Buy“ hochgestuft, das Kursziel aber unverändert auf 22
Euro belassen. Ein potenzieller Verkauf der verbleibenden Anteile am
Ökostromerzeuger Innogy bringe Aufwärtspotenzial für die
Versorgeraktie mit sich, schrieb Analyst Jia Man Neoh in einer am
Dienstag vorliegenden Studie. Insofern biete der jüngste
Kursrückgang eine attraktive Einstiegsgelegenheit.

Jefferies senkt Deutsche Post auf ‚Hold‘ – Ziel 41 Euro

NEW YORK – Das Analysehaus Jefferies hat Deutsche Post
von „Buy“ auf „Hold“ abgestuft und das Kursziel auf
41 Euro belassen. Das neue Anlagevotum reflektiere die von ihm
erwarteten Lohnkostensteigerungen in Deutschland sowie den
kurzfristig zunehmenden Margendruck im Luftfrachtgeschäft, schrieb
Analyst David Kerstens in einer am Dienstag vorliegenden Studie.
Zudem könnte sich das Seefrachtgeschäft mittelfristig negativ auf
die Profitabilität des Logistikkonzerns auswirken.

MITTWOCH

DZ Bank hebt Deutsche Post auf ‚Kaufen‘ – Fairer Wert 44 Euro

FRANKFURT – Die DZ Bank hat die Aktien der Deutschen Post
vor Zahlen von „Halten“ auf „Kaufen“ hochgestuft, den
fairen Wert aber auf 44 Euro belassen. Nach dem jüngsten
Kursrückgang seien die Unsicherheiten wegen bilanzieller
Umstellungen, etwaiger Streikrisiken und der Sorge vor zunehmendem
Protektionismus ausreichend im Kurs reflektiert, schrieb Analyst
Dirk Schlamp in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Günstige
wirtschaftliche Rahmenbedingungen bildeten eine gute Grundlage für
weiteres Ergebniswachstum im laufenden Jahr. Zudem bleibe der
boomende Online-Handel ein wichtiger Geschäftstreiber.

Oddo BHF hebt Vonovia auf ‚Buy‘ – Ziel 44 Euro

FRANKFURT – Die Investmentbank Oddo BHF hat Vonovia
von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel
auf 44 Euro belassen. Seit seiner Bewertungsaufnahme Ende Januar
habe die Aktie des Immobilienkonzerns wegen steigender Zinsen rund 8
Prozent an Wert verloren, schrieb Analyst Manuel Martin in einer am
Mittwoch vorliegenden Studie. Dies eröffne den Anlegern nun eine
günstige Kaufgelegenheit.

Jefferies hebt Munich Re auf ‚Buy‘ und Ziel auf 210 Euro

NEW YORK – Das Analysehaus Jefferies hat Munich Re von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel von 200 auf 210
Euro angehoben. Die zuletzt deutlich gestiegenen deutschen
Anleiherenditen sowie die jüngsten inflationären Tendenzen wirkten
sich unterschiedlich auf die Chance/Risiko-Verhältnisse innerhalb
des europäischen Versicherungssektors aus, schrieb Analyst Philip
Kett in einer am Mittwoch vorliegenden Branchenstudie. Die Munich Re
profitiere im Vergleich mit den Wettbewerbern am meisten von diesem
Szenario. Zudem habe sich die Aktie des Rückversicherers in den
vergangenen fünf Jahren rund 15 Prozent schlechter als der
Sektordurchschnitt entwickelt.

DONNERSTAG

Independent hebt Commerzbank auf ‚Halten‘ und Ziel auf 13 Euro

FRANKFURT – Das Analysehaus Independent Research hat Commerzbank
nach Zahlen zum vierten Quartal von „Verkaufen“ auf „Halten“ hochgestuft und das Kursziel von 10 auf 13 Euro angehoben.
Das Nettoergebnis, die bereinigten Gesamterträge sowie die für 2018
in Aussicht gestellte Dividende hätten positiv überrascht, schrieb
Analyst Markus Rießelmann in einer am Donnerstag vorliegenden
Studie. Der Experte erhöhte seine Gewinnprognose (EPS) sowie die
Dividendenschätzung für 2018 und verlagerte die Bewertungsbasis von
2018 auf 2019. Zudem sieht er die Aktie durch immer wieder
kursierende Übernahmegerüchte gestützt.

Kepler Cheuvreux senkt Lufthansa auf ‚Reduce‘ – Ziel 25 Euro

FRANKFURT – Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Lufthansa
von „Hold“ auf „Reduce“ abgestuft, das Kursziel aber
zunächst auf 25 Euro belassen. Analystin Ruxandra Haradau-Doser
bereitete die Anleger in einer am Donnerstag vorliegenden Studie auf
eine vermutliche Senkung ihrer Prognosen vor. Kostenkontrolle bleibe
eine Herausforderung, schrieb sie im Kontext der Tarifeinigung mit
dem Bodenpersonal.

Hauck & Aufhäuser hebt Brenntag auf ‚Buy‘ – Ziel 62,50 Euro

HAMBURG – Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat Brenntag
um gleich zwei Stufen von „Sell“ auf „Buy“
hochgestuft und das Kursziel von 41,50 auf 62,50 Euro angehoben. Der
Chemikalienhändler sollte von einem guten Geschäftsumfeld
profitieren, schrieb Analyst Christian Sandherr in einer am
Donnerstag vorliegenden Studie. Das Unternehmen sei im Wettbewerb
dank seiner Größe und zusätzlicher Angebote wie der Mischung von
Produkten oder dem Lagerbestandsmanagement gut aufgestellt. Der
Experte rechnet mit einer schwungvollen Gewinnentwicklung.

FREITAG

DZ Bank hebt Commerzbank auf ‚Halten‘ und fairen Wert auf 11 Euro

FRANKFURT – Die DZ Bank hat Commerzbank nach
Zahlen zum vierten Quartal von „Verkaufen“ auf „Halten“ hochgestuft
und den fairen Wert von 10 auf 11 Euro angehoben. Das Geldhaus habe
insgesamt gute Resultate abgeliefert, wobei sich aber die
Ergebnisqualität etwas gesunken sei, schrieb Analyst Christian Koch
in einer am Freitag vorliegenden Studie. Positiv sei der deutliche
Anstieg der harten Kernkapitalquote und die für 2018 in Aussicht
gestellte Dividende. Die relativ hohe Zinssensibilität, die gute
Kapitalausstattung sowie die Fortschritte bei der Umsetzung von
Commerzbank 4.0 rechtfertigten eine bessere Bewertung.

Barclays senkt Lufthansa auf ‚Underweight‘ – Ziel 23 Euro

LONDON – Die britische Investmentbank Barclays hält die
Lufthansa-Bewertung trotz eines leicht erhöhten
Kursziels für zu hoch. Aus diesem Grund stufte die Analystin Rishika
Savjani, die ab sofort die Lufthansa für Barclays bewertet, von „Equal Weight“ auf „Underweight“ ab. Das Kursziel erhöhte sie von 22
auf 23 Euro, wie aus einer am Freitag vorliegenden Studie
hervorgeht. Bisher hatte der Analyst Mark McVicar die deutsche
Fluglinie beobachtet und zuletzt im Sommer das Kursziel auf 22 Euro
erhöht, die Einstufung aber bei „Equal Weight“ belassen. Damit
verpassten Anleger, die ihm gefolgt sind, die Rally der Aktie in der
zweiten Jahreshälfte von um die 20 Euro bis auf den Rekordkurs von
31,26 Euro Anfang 2018. Zuletzt hatte sich die Stimmung aber gedreht
und das Papier verlor seitdem 16 Prozent auf zuletzt 26,15 Euro.

NordLB hebt HHLA auf ‚Kaufen‘ – Ziel 24,50 Euro

HANNOVER – Die NordLB hat HHLA nach vorläufigen
Zahlen für 2017 von „Halten“ auf „Kaufen“ hochgestuft und das
Kursziel auf 24,50 Euro belassen. Die Resultate des Hafenlogistikers
hätten dessen positiven Trend bestätigt, schrieb Analyst Wolfgang
Donie in einer am Freitag vorliegenden Studie. Zwar dürfte sich das
2017 erzielte deutliche Wachstum verlangsamen, doch sollte HHLA von
der guten weltwirtschaftlichen Stimmung profitieren. Nach dem
jüngsten Kursrückschlag erscheine nun ein Kaufvotum angemessen.

/he

AXC0233 2018-02-09/21:50

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