dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 26.05.2017

NordLB senkt Leoni auf ‚Verkaufen‘ und Ziel auf 44 Euro

HANNOVER – Die NordLB hat Leoni nach der Vorlage
von Quartalszahlen aus Bewertungsgründen von „Kaufen“ auf „Verkaufen“ abgestuft und das Kursziel von 45 auf 44 Euro gesenkt.
Der Aktienkurs des Autozulieferers habe sich seit dem Tief Mitte
vergangenen Jahres mehr als verdoppelt und sei deutlich über sein
bisheriges Kursziel gestiegen, schrieb Analyst Frank Schwope in
einer Studie vom Freitag. Diese Entwicklung inzwischen aber etwas
übertrieben. Auf dem gegenwärtigen Niveau rate er daher zu
Gewinnmitnahmen.

Exane BNP startet Kion mit ‚Outperform‘ – Ziel 76 Euro

PARIS – Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat
Kion mit „Outperform“ und einem Kursziel von 76 Euro
in die Bewertung aufgenommen. Der Gabalstapler-Produzent wandle sich
zu einem führenden Intralogistik-Anbieter der neuen Generation,
schrieben die Analysten in einer Studie vom Freitag. Dabei
profitiere Kion auch von der Übernahme von Dematic samt dessen
hervorragenden Automatisierungslösungen. Zudem könnte der
Großaktionär Weichai Power nach Ablauf einer entsprechenden Frist im
Juni 2018 durchaus eine Komplettübernahme anstreben.

DZ Bank senkt Aixtron auf ‚Halten‘ – Neuer fairer Wert 5,90 Euro

FRANKFURT – Die DZ Bank hat Aixtron nach den
jüngsten Kursgewinnen von „Kaufen“ auf „Halten“ abgestuft. Den
fairen Wert hob Analyst Harald Schnitzer hingegen nach dem Verkauf
von US-Aktivitäten von 5,00 auf 5,90 Euro an. Der LED- und
Halbleiterindustrieausrüster setze die Restrukturierung angesichts
Verkauf der Produktlinie für Speicherchips fort, schrieb der Experte
in seiner Studie vom Freitag. Die Forschungs- und Entwicklungskosten
dürften nun deutlich sinken. Weitere Maßnahmen dürften folgen. Zudem
laufe es im Kerngeschäft bei der Nachfrage nach Anlagen für Opto-
und Leistungselektronik sowie LEDs besser.

DZ nimmt Grammer mit ‚Halten‘ wieder auf – Fairer Wert 50 Euro

FRANKFURT – Die DZ Bank hat Grammer mit „Halten“
und einem fairen Wert von 50 Euro wieder in die Bewertung
aufgenommen. Dass die umstrittene Investorenfamilie Hastor auf der
Hauptversammlung die beantragte Absetzung des gesamten Vorstands und
die Neubesetzung des Aufsichtsrats nicht durchsetzen konnte, sei ein
Etappensieg für den Autozulieferer, schrieb Analyst Michael Punzet
in einer Studie vom Freitag. Dennoch bleibe die Unsicherheit hoch,
was die Unternehmensentwicklung und insbesondere den Auftragseingang
in den kommenden Quartalen belasten könnte.

Jefferies startet Covestro mit ‚Buy‘ – Ziel 86 Euro

NEW YORK – Das Analysehaus Jefferies hat Covestro mit „Buy“ und einem Kursziel von 86 Euro in die Bewertung
aufgenommen. Sorgen vieler Investoren über Risiken für den
Chemiekonzern im Geschäft mit Autobauern sowie der Branchendisziplin
vor allem bei Polyurethanen hätten zuletzt auf der Bewertung
gelastet, schrieb Analyst Laurence Alexander in einer Studie vom
Freitag. Im Vergleich mit anderen Werten, die stark von der
Konjunkturentwicklung abhingen, habe Covestro noch attraktives
Kurspotenzial. Der Experte rechnet mit steigenden Gewinnmargen. Zwei
bis drei Jahre einer guten Nachfrageentwicklung könnten zudem dem
Weg frei machen zu einem Gewinn je Aktie von 10 Euro.

Jefferies startet Lanxess mit ‚Hold‘ – Ziel 69 Euro

NEW YORK – Das Analysehaus Jefferies hat Lanxess mit „Hold“ und einem Kursziel von 69 Euro in die Bewertung
aufgenommen. Das sich verbessernde Geschäftsportfolio des
Chemiekonzerns erscheine bereits in den Kurs eingepreist, schrieb
Analyst Laurence Alexander in einer Studie vom Freitag. Das Risiko
stecke nun in der Integration etwa von Chemtura. Mit einem Einstieg
in die Aktien in sechs bis zwölf Monaten könnten Anleger diesen
Risiken vermutlich aus dem Weg gehen. Anschließend hätten sie immer
noch ausreichend Zeit, um vom Umbau des Konzerns zu profitieren.

NordLB hebt Ziel für Vonovia auf 39 Euro – ‚Kaufen‘

HANNOVER – Die NordLB hat das Kursziel für Vonovia nach Zahlen für das erste Quartal von 36 auf 39 Euro angehoben und
die Einstufung auf „Kaufen“ belassen. Die Immobiliengesellschaft
habe gute Resultate vorgelegt, schrieb Analyst Michael Seufert in
einer Studie vom Freitag. Angesichts der günstigen
Geschäftsentwicklung und der Vergrößerung des Immobilienportfolios
durch den Kauf der österreichischen Conwert habe das Management die
Ergebnisprognose für 2017 anheben können.

Goldman hebt Ziel für Siemens auf 112 Euro – ‚Sell‘

NEW YORK – Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel
für Siemens nach einer Anpassung der
Gewinnschätzungen an die jüngsten Wechselkursentwicklungen von 111
auf 112 Euro angehoben. Analystin Daniela Costa beließ die
Einstufung der Aktie des deutschen Industriekonzerns in ihrer
Branchenstudie vom Freitag aber auf „Sell“. Die
Investitionsgüterbranche dürfte es insgesamt schwer haben im zweiten
Jahresviertel an das gute operative Wachstum im ersten Quartal
anzuknüpfen, schrieb Costa. Grund seien positive Effekte durch
Lageraufstockungen sowie zusätzliche Arbeitstage im ersten Quartal.
Bei Siemens sieht sie mittelfristig Kursrisiken.

DZ Bank hebt fairen Wert für CTS Eventim auf 42 Euro – ‚Kaufen‘

FRANKFURT – Die DZ Bank hat den fairen Wert für CTS Eventim
nach Zahlen für das erste Quartal von 40 auf 42 Euro
angehoben und die Einstufung auf „Kaufen“ belassen. Der
Ticketvermarkter habe überraschend stark abgeschnitten, schrieb
Analyst Harald Heider in einer Studie vom Freitag. Der Experte hob
seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für 2017 und die Folgejahre an.
Die guten Ertragsperspektiven seien noch nicht ausreichend in den
Aktienkurs eingepreist.

DZ Bank hebt fairen Wert für Rhön-Klinikum an – ‚Verkaufen‘

FRANKFURT – Die DZ Bank hat den fairen Wert für Rhön-Klinikum
nach einer Einigung mit dem Land Hessen über die
Finanzierung des Universitätsklinikums Gießen Marburg von 20,00 auf
21,50 Euro angehoben. Die Einstufung lautet der Studie vom Freitag
zufolge aber weiterhin „Verkaufen“. Analyst Sven Kürten hob seine
Prognose für das diesjährige operative Ergebnis (Ebitda) an. Er
liegt damit nun knapp unter dem oberen Ende der nach dem ersten
Quartal präzisierten Unternehmensprognosespanne. Regulatorische
Aspekte und die Restrukturierung dürften die Gewinne des
Klinikbetreibers aber auf kurze Sicht weiter belasten, begründete er
das Verkaufsvotum.

KUNDENHINWEIS: Sie lesen eine Auswahl der Analysten-Umstufungen
von dpa-AFX

/he

AXC0201 2017-05-26/21:35

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