dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr – 25.05.2017

Russland für vertiefte Zusammenarbeit mit Opec

WIEN/MOSKAU – Russland sieht die neue Allianz mit den
Opec-Staaten als Erfolgsmodell, das vertieft werden sollte. „Wir
starten in eine neue Ära der Kooperation“, sagte Energieminister
Alexander Nowak am Donnerstag in Wien. In einer gemeinsamen Sitzung
wollten die Opec-Staaten und elf Nicht-Opec-Länder am Nachmittag
ihre Förderstrategie für die nächsten Monate festlegen.

ROUNDUP: US-Wirtschaftsminister Ende Juni in Deutschland – Thema
Stahl möglich

WASHINGTON – Deutschland und die USA wollen bei wirtschaftlichen
Streitfragen enger ins Gespräch kommen: Nach einem Besuch von
Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) in den USA reist
US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross in einem Monat nach Berlin.

IWF optimistisch für Griechenland-Lösung im Juni

WASHINGTON/ATHEN – Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist
optimistisch, dass im seit Monaten schwelenden Streit um weitere
Griechenland-Hilfen bald eine Lösung ansteht. „Alle sind
zuversichtlich, dass eine Lösung möglich ist und dass sie
hoffentlich beim nächsten Treffen der Eurogruppe in ein paar Wochen
erreicht sein wird“, sagte IWF-Sprecher Gerry Rice am Donnerstag in
Washington. Ähnlich hatten sich die Finanzminister der Eurogruppe
nach ihrer jüngsten Sitzung in der Nacht zum Dienstag geäußert.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe leicht gestiegen

WASHINGTON – In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche leicht gestiegen. Sie sei
um 1000 auf 234 000 Anträge geklettert, teilte das
Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten
im Schnitt einen deutlicheren Anstieg auf 238 000 Anträge erwartet.

ROUNDUP: Russlands Wirtschaft in besserer Form – Seehofer nach
St. Petersburg

ST. PETERSBURG/KIEW – Nach drei Krisenjahren präsentiert sich
Russland beim kommenden Internationalen Wirtschaftsforum in St.
Petersburg (SPIEF) wieder in besserer Verfassung. Damit stiegen auch
die Aussichten für deutsche Unternehmen, sagte Matthias Schepp, der
Geschäftsführer der Deutsch-russischen Auslandshandelskammer.

Digitalwährung Bitcoin bleibt auf Rekordkurs

FRANKFURT/NEW YORK – Der rasante Anstieg der Digitalwährung
Bitcoin hat sich am Donnerstag fortgesetzt. Der Wert eines Bitcoin
stieg am Vormittag Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg
zufolge auf einen Rekordstand von 2675 US-Dollar. In der Nacht war
der Bitcoin noch weniger als 2400 Dollar wert gewesen. In den
vergangenen Wochen hat sich der Aufwärtstrend massiv beschleunigt.
Im März hatte der Bitcoin zeitweise noch unter unter 1000 Dollar
notiert.

Großbritannien: Wirtschaftswachstum schwächt sich noch stärker ab
als erwartet

LONDON – Die Wirtschaft Großbritanniens hat zu Beginn des Jahres
noch stärker an Fahrt verloren als erwartet. Im ersten Quartal sei
das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um 0,2
Prozent gewachsen, teilte das nationale Statistikamt ONS am
Donnerstag nach einer zweiten Schätzung mit. In einer ersten
Schätzung war noch ein Wachstum von 0,3 Prozent ermittelt worden.
Volkswirte hatten mit einer Bestätigung dieses Wertes gerechnet.

Spanien: Wirtschaftswachstum beschleunigt sich

MADRID – Die spanische Volkswirtschaft hat ihren starken
Wachstumskurs noch beschleunigt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei
im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,8 Prozent
gewachsen, teilte das Statistikamt INE am Donnerstag laut einer
zweiten Schätzung im Madrid mit. Damit wurde das Ergebnis der ersten
Erhebung bestätigt. Im Vorquartal hatte das BIP um 0,7 Prozent
zugelegt.

EU-Bürger verlassen Großbritannien

LONDON – Weil viele EU-Bürger das Land verlassen haben, ist die
Zuwanderung nach Großbritannien im vergangenen Jahr stark
zurückgegangen. Die Zahl der Menschen, die in das Land einwanderten,
fiel um 84 000 auf 248 000, wie die nationale Statistikbehörde ONS
am Donnerstag in London mitteilte. Der Rückgang ging hauptsächlich
darauf zurück, dass 43 000 Menschen weniger aus EU-Staaten kamen und
zugleich 31 000 mehr von ihnen Großbritannien verließen.

EU sieht Differenzen mit Trump bei Klima, Handel und Russland

BRÜSSEL – Beim ersten Treffen der EU-Spitze mit US-Präsident
Donald Trump sind die unterschiedlichen Ansichten zu Klimawandel,
Handelspolitik und Russland zu Tage getreten. EU-Ratspräsident
Donald Tusk sagte nach dem Treffen zwar: „Mein Gefühl ist, dass wir
uns auf vielen Gebieten einig sind.“ Er fügte jedoch hinzu: „Aber
einige Fragen bleiben offen – wie Klima und Handel.“ Tusk und
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatten am Donnerstag in
Brüssel gut eine Stunde lang mit Trump über aktuelle politische
Fragen gesprochen.

Kundenhinweis:
ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

AXC0106 2017-05-25/18:06

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