Eine Premiere ohne Regisseur in Stuttgart / SWR Dokumentation: „Der Fall Serebrennikov. Wie die Stuttgarter Oper mit ‚Hänsel und Gretel‘ für die Freiheit der Kunst kämpft“

Baden-Baden (ots) –

– Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist abrufbar unter http://www.presseportal.de/bilder –

Der russische Regisseur Kirill Serebrennikov sollte die Spielzeit an der Oper Stuttgart mit der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ eröffnen. Doch der Leiter des Gogol Centers in Moskau steht seit Ende August 2017 unter Hausarrest. Der Dokumentarfilm von Hanna Fischer, begleitet ein einzigartiges Experiment von den szenischen Proben bis hin zur Premiere: Wie bringt man eine Inszenierung auf die Bühne, wenn der Regisseur aus politischen Gründen an der Fertigstellung gehindert wird? Zu sehen am Sonntag, 19. November 2017, 11 Uhr im Rahmen der Kulturmatineé im SWR Fernsehen.

Die Stuttgarter Oper steht zu Kirill Serebrennikov Russische Behörden unterstellen dem Regisseur Kirill Serebrennikov, staatliche Fördergelder in beträchtlicher Höhe hinterzogen zu haben. Die russische und internationale Kunst- und Kulturszene sieht darin lediglich einen konstruierten Vorwand, um einen unbequemen Künstler seiner Freiheit zu berauben. In dieser Situation hat sich die Oper Stuttgart entschieden, an der Produktion festzuhalten. Anhand der Vorarbeiten Serebrennikovs versucht das Team um Intendant Jossi Wieler eine Form zu finden, die nicht nur von Hoffnung und Not der Geschwister Hänsel und Gretel erzählt, sondern auch das aktuelle politische Geschehen rund um den Fall Serebrennikov thematisiert: Eine große Herausforderung und ein Statement für die Freiheit der Kunst.

Globalisierung eines Märchens

Serebrennikovs Inszenierungskonzept beinhaltet auch einen Spielfilm, der das bekannte Märchen globalisiert. Er erzählt die Geschichte von zwei afrikanischen Kindern, die auf ihrer Suche nach Glück in eine Welt des Konsums gelangen. Dieser bereits fertige Film wird Teil des experimentellen Premierenabends sein – einem Abend, wie es ihn so noch nie gab. Die Dokumentarfilmerin Hanna Fischer hat den russischen Regisseur vor seiner Festsetzung auch bei den Dreharbeiten in Ruanda und Stuttgart begleitet. „Der Fall Serebrennikov. Wie die Stuttgarter Oper mit ‚Hänsel und Gretel‘ für die Freiheit der Kunst kämpft“ ist eine Produktion des Südwestrundfunks in Zusammenarbeit mit der Filmakademie Baden-Württemberg.

Sendung im SWR Fernsehen:

„Der Fall Serebrennikov. Wie die Stuttgarter Oper mit ‚Hänsel und Gretel‘ für die Freiheit der Kunst kämpft“, Sonntag, 19. November 2017, 11 Uhr

Der Filme sind nach Ausstrahlung in der SWR Mediathek unter www.swrmediathek.de verfügbar. Fotos über www.ARD-Foto.de

Pressekontakt: Grit Krüger, Telefon 07221 929 22285, grit.krueger@swr.de

OTS: SWR – Südwestrundfunk newsroom: http://www.presseportal.de/nr/7169 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_7169.rss2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.