Elektrobranche steigert Exporte kräftig – Brexit hinterlässt Spuren

FRANKFURT (dpa-AFX) – Trotz Gegenwind durch den Brexit hat die
deutsche Elektroindustrie ihre Exporte deutlich gesteigert. Die
Ausfuhren wuchsen im September gemessen am Vorjahresmonat um 6,4
Prozent auf 17 Milliarden Euro. Dies sei der zweithöchste Wert, der
je in einem Berichtsmonat erreicht worden sei, teilte der
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) am
Montag in Frankfurt mit. Besonders deutlich wuchsen die Exporte nach
Russland, Lateinamerika und China. Während der wichtige
Abnehmermarkt Eurozone robust zulegte, stiegen die Ausfuhren in die
USA kaum.

Die Elektrobranche verzeichnet seit längerem gute Geschäfte.
Zuletzt hatte die deutsche Schlüsselbranche ihre Produktionsprognose
angehoben, für 2017 peilt sie einen Umsatzrekord an. Nach den ersten
drei Quartalen steht dank kräftigen Zuwächsen in Europa, den USA und
China ein Exportplus von 10,2 Prozent auf 147,2 Milliarden Euro.

Indes hinterlässt der Brexit Spuren im Handel mit Großbritannien,
dem viertgrößten ausländischen Abnehmer deutscher Elektroexporte. Im
September fielen die Ausfuhren in das Königreich um 1,4 Prozent -
bereits der dritte Monat mit Rückgängen in Folge, sagte
ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. Im dritten Quartal stehe nun
ein Minus von 4,4 Prozent, nachdem es in den ersten beiden Quartalen
noch deutliche Zuwächse gegeben habe. Großbritannien kämpft mit den
ökonomischen Folgen des angekündigten EU-Austritts. Jüngst hatte das
Land die Wachstumsprognose für die kommenden Jahre
gesenkt./als/DP/oca

AXC0068 2017-11-27/09:37

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.