Erbenermittlung: Bundesverband öffentlicher Banken erschwert Suche nach Konten!

Berlin (ots) – Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) hat in einem Brief an die Justizminister aller Länder bekanntgegeben, dass er künftig nicht mehr hilft, indem er im Auftrag von Erben, Nachlasspflegern, Erbenermittlern oder Rechtsanwälten bei seinen 29 Mitgliedsinstituten nach Konten, Depots und Schließfächern fragt. Damit ist offensichtlich, was der VDEE bereits seit Jahren kritisiert: Viele Banken haben kein Interesse an der Offenlegung und Klärung dieser „vergessenen Vermögenswerte“!

Der Verband Deutscher Erbenermittler VDEE hat mit seiner Forderung nach einem Zentralregister für sogenannte Nachrichtenlose Konten im letzten Jahr für große mediale Aufmerksamkeit gesorgt. Nicht nur Bankkunden, sondern auch die Presse und Politik haben dieses Thema bewegt. Der noch NRW-Finanzminister Walter-Borjans hat sich im Interesse der Sparer, deren Erben sowie des Fiskus für dieses Thema stark gemacht. Im aktuellen Parteiprogramm der NRW-SPD wurde diese Forderung des VDEE unter dem Punkt „Erben zu ihrem Recht verhelfen“ kürzlich von der Parteibasis beschlossen. Nun wurde der dringende Handlungsbedarf durch den Gesetzgeber jüngst aufgrund des aktuellen Rundschreibens des VÖB einmal mehr deutlich und entlarvt gleichzeitig die Einstellung der Banken.

Jeder von uns ist vermutlich der Auffassung, dass Banken verpflichtet seien, Auskünfte über Bankkonten an ihre Kunden zu erteilen. Schließlich ist der Erbe des verstorbenen Bankkunden kraft Gesetz der neue Kunde. Doch leider sieht die Praxis oft anders aus. Die Banken verstecken sich hinter dem „Bankgeheimnis“. Die Hürden, die den Kunden bzw. Erben auferlegt werden sind kaum noch nachvollziehbar. Daher ist eine Verpflichtung zur Auskunftserteilung verbunden mit der Notwendigkeit zur Einrichtung eines zentralen Registers für nachrichtenlose Konten dringend erforderlich, damit Erben zu ihrem Recht kommen. Der VDEE hat diesbezüglich eine Petition beim Bundestag eingebracht, die derzeit im Petitionsausschuss diskutiert wird.

Pressekontakt:

Albrecht Basse
Basse & Lechner GmbH
Mallnitzer Straße 24
80687 München
Tel. 089 / 54 64 21 20

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