ESM-Chef Regling sieht Griechenland auf gutem Weg

Der Chef des Euro-Stabilitätsfonds ESM Klaus Regling hofft auf einen zügigen Abschluss der jetzt beginnenden dritten Prüfrunde des Griechenland-Reformprogramms: „Nach großen Verzögerungen bei den ersten beiden Programmüberprüfungen sind wir jetzt ermutigt von der Vorbereitungsarbeit der griechischen Seite für die kommende dritte Überprüfung“, sagte Regling dem „Handelsblatt“. Die Vertreter der Geldgeber wollen sich von diesem Montag an in Athen ein Bild vom Fortgang des Anpassungsprogramms machen.

„Falls die Regierung in Athen weiter so gut arbeitet, könnte diese dritte Programmüberprüfung zügig abgeschlossen werden“, sagte Regling. Der ESM-Chef erwartet, dass Athen die verfügbaren Hilfskredite nicht in vollem Umfang benötigen wird: „Wir freuen uns, dass die Darlehenssumme für Griechenland deutlich unter dem ESM-Programmdeckel von 86 Milliarden Euro bleiben dürfte“, sagte Regling dem „Handelsblatt“. Nicht abgerufene Gelder könnten teilweise dazu genutzt werden, Griechenlands Darlehen an andere Gläubiger zurückzuzahlen. Voraussetzung für solche Schuldenerleichterungen sei aber, dass Athen die Reformauflagen umsetzt und dass alle Euro-Staaten zustimmen, unterstrich Regling im „Handelsblatt“.

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