EU droht Heimatländern krimineller Hacker Sanktionen an

LUXEMBURG (dpa-AFX) – Die Europäische Union droht Heimatländern
von kriminellen Hackern mit Sanktionen. Staaten dürften nicht
wissentlich zulassen, dass von ihrem Hoheitsgebiet aus Cyberattacken
begangen werden, beschlossen die EU-Außenminister am Montag in
Luxemburg. Wenn sie dies dennoch täten, müssten sie künftig mit
Gegenmaßnahmen rechnen. Dies könnten wenn notwendig auch Sanktionen
sein.

Zuletzt waren unter anderem Hacker aus Russland in Verdacht
geraten, den US-Präsidentschaftswahlkampf beeinflusst zu haben. Sie
sollen mit der illegalen Veröffentlichung von Mails aus dem Lager
der Demokratin Hillary Clinton dem später siegreichen Republikaner
Donald Trump in die Hände gespielt haben.

Cyberattacken können sich auch gegen sensible Infrastrukturen wie
die Strom- und Wassereversorgung richten. Im Mai hatte ein Angriff,
der nach Einschätzung von Experten von Nordkorea ausgegangen sein
könnte, unter anderem britische Krankenhäuser lahmgelegt.

Wie die EU eindeutig eine Beteiligung von Staaten an solchen
Angriffen nachweisen will, blieb zunächst unklar./maf/DP/jha

AXC0224 2017-06-19/17:10

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