Frankfurter Rundschau: Ängstlich voran

Frankfurt (ots) – Die ängstliche Vorsicht, die Aura der Unentschiedenheit der Sozialdemokratie könnte am Ende mehr schaden als ein mutiges Eintreten für klare Alternativen zum Merkelismus. Warum? Aufsteiger wie Macron oder Corbyn haben ja nicht nur vom Überdruss am Bestehenden profitiert, der so ausgeprägt in Deutschland nicht ist. Sie haben auch klar die Richtung benannt, in die sie gehen wollen, und sie haben damit Lust an der Veränderung erst geweckt. Das geht nicht, indem man jeden halbwegs mutigen Schritt mit einem verdrucksten „Wird schon keiner merken“ verbindet. Im Steuerkonzept der SPD steht viel Richtiges, aber es gäbe noch einiges nachzulegen, um der Wechselstimmung aufzuhelfen. Am Wochenende ist Parteitag. Da kann die Basis zeigen, ob sie den Mut hat, ihrem Kanzlerkandidaten noch ein bisschen auf die Sprünge zu helfen.

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