G7 machen keine konkreten Finanzzusagen für Kampf gegen Hunger

TAORMINA (dpa-AFX) – Trotz der Appelle von Hilfsorganisationen
haben die sieben reichen Industrienationen keine konkreten neuen
Finanzzusagen für den Kampf gegen die akuten Hungersnöte in Afrika
gemacht. Zum Abschluss des Gipfels in Taormina auf Sizilien
versprachen die G7-Staaten am Samstag in der Abschlusserklärung nur
allgemein, den Hilfsappell der Vereinten Nationen über 6,9
Milliarden US-Dollar „energisch unterstützen“ zu wollen. Dafür sind
bisher aber erst 30 Prozent zugesagt.

Die G7 zeigten sich lediglich „tief besorgt“ über die
Ernährungskrise, die durch Konflikte und Instabilität angefacht
werde. Es drohten Hungersnöte für rund 20 Millionen Menschen im
Südsudan, Somalia, Jemen und in Nigeria, heißt es in der Erklärung.
Entwicklungsorganisationen waren enttäuscht. „Da haben die G7 ihre
Führungsrolle und Verantwortung nicht wahrgenommen“, sagte Jörn
Kalinski von Oxfam. „Hier müssen konkrete Zahlen auf den Tisch.“

Der Gipfel habe keine Lösungen für die globalen Probleme
aufgezeigt, bemängelte auch Marwin Meier von World Vision. „Diese
zwei Tage haben viele Kinder in den von einer Hungersnot betroffenen
Ländern nicht überlebt.“/lw/DP/he

AXC0028 2017-05-27/15:29

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