General Motors von Diesel-Kunden wegen Abgasbetrug verklagt

Von Mike Spector und Mike Colias

DETROIT (Dow Jones)–Der US-Autokonzern General Motors (GM) muss sich wegen der möglichen Manipulation von Abgaswerten verantworten. Eigentümer von Pickup-Trucks mit Dieselmotor werfen dem Konzern vor, mit Hilfe illegaler Software Abgastests der Behörden getäuscht zu haben.

Die Kläger sind Besitzer von Pickup-Trucks der Modelle Chevrolet Silverado und GMC Sierra Duramax. Sie beschuldigen den Konzern, sogenannte „Defeat Devices“ in den Fahrzeugen verbaut zu haben, also Vorrichtungen zur bewussten Hintergehung der Behörden, um die Abgastests bestehen zu können. Betroffen seien 705.000 Fahrzeuge der Modelljahre 2011 bis 2016. GM hatte laut Klageschrift saubere Dieselmotoren mit niedrigem Emissionsausstoß versprochen.

„Diese Anschuldigungen entbehren jeder Grundlage und wir werden uns energisch verteidigen“, teilte GM mit. Alle Fahrzeuge erfüllten die von den Umweltbehörden EPA und CARB ausgegebenen Vorschriften.

Eingereicht wurde die Klage bei einem Bundesgericht in Detroit von der Kanzlei Hagens Berman Sobol Shapiro LLP, die schon im Volkswagen-Dieselskandal geschädigte Kunden vertrat.

Der deutsche Autohersteller hatte einen solchen Defeat Device 2015 zugeben und Milliarden an Strafen zahlen müssen. Am Mittwoch dieser Woche verklagte das US-Justizministerium den italienisch-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler ebenfalls wegen Abgasmanipulation.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/mgo/raz

(END) Dow Jones Newswires

May 25, 2017 13:24 ET (17:24 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.