Gold, Silber & Öl: Börsenturbulenzen durch Rohstoffinvestments ausweichen

Gold, Silber oder auch Öl sind beliebte Investmentalternativen, weil sie sich häufig unabhängig vom Aktienmarkt entwickeln und somit eine erfolgreiche Risikostreuung im Depot bewirken. Anleger haben diverse Möglichkeiten, sich in diesem Segment zu engagieren. Eine einfache und preiswerte Art ist der Weg über Zertifikate.

Wenn sich ein Sturm an den Börsen weltweit zusammenbraut, erleben Rohstoffe häufig ein Revival, insbesondere Edelmetalle, die nun wieder als sicherer Hafen angesteuert wurden. Ebenso reagiert der Rohölpreis meist positiv auf Kürzungen von Förderquoten oder sinkende Lagerbestände.

Doch nicht nur der Kaufzeitpunkt ist für den Erfolg eines Rohstoffinvestments entscheidend, sondern auch der Basiswert. Denn bei Öl, Gold oder Silber können Anleger in Rohstoff-Futures beziehungsweise in den sofort lieferbaren Rohstoff am sogenannten Kassamarkt investieren. Während der Future eine längere Fälligkeit besitzt, werden Rohstoffe am Kassamarkt sofort binnen weniger Tage geliefert. Durch die verschiedenen Fälligkeiten haben die Rohstoffe auch unterschiedliche Preise. So kann der Juni-Future einen höheren Preis haben als der März-Future. Denn die Erträge und Kosten aus einem Rohstoff bestimmen die Preisbildung.

Auf die Rolle achten. Insbesondere bei Open-end-Zertifikaten, die eine längere Laufzeit haben, sind die verschiedenen Futures-Preise von Bedeutung. Denn wenn ein Future ausläuft, wird in den nächstfälligen gewechselt. Dieser Futures-Wechsel wird als Rolle bezeichnet. Liegt etwa der Terminkurs des nächstfälligen Futures unterhalb des auslaufenden Futures, entstehen Rollgewinne. Denn der preiswertere Future wird gekauft und der aktuelle, teurere Future wird verkauft. In einer umgekehrten Konstellation entstehen dann Rollverluste bei Open-end-Papieren. Auch wenn die Preisunterschiede nur gering ausfallen, beeinflussen sie die Wertentwicklung eines Open-end-Papiers auf Rohstoff-Futures. Was auf den ersten Blick kompliziert klingt, wird aber vom Emittenten automatisch berechnet und entsprechend beim Futures-Wechsel berücksichtigt.

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