Ist die US-Notenbank zu aggressiv?

Bei drei Zinsschritten in anderthalb Jahren ist das Wort, welches einem durch den Kopf geht, nicht gerade „aggressiv“. Notenbanker selbst sehen das anders.

Der Chef der regionalen Notenbank von St. Louis, James Bullard, bezeichnete das derzeit vorgesehene Tempo der Zinswende als möglicherweise übermäßig aggressiv. Bullard hat aktuell kein Stimmrecht im Offenmarktausschuss und kann daher die Zinsbeschlüsse nicht direkt beeinflussen. Er kann es aber indirekt tun, indem er seine Meinung zum Besten gibt. Das hat er jetzt getan.

Fairerweise muss man sagen, dass es sich um eine durchaus fundierte Meinung handelt. Die Notenbanker sind ja nicht gerade dafür bekannt, dass sie nicht untermauerbare Schnellschüsse über Twitter abgeben. Jeder hat seinen eigenen Blick auf den Datenkranz. Die einen sehen Potenzial für weitere Zinserhöhungen, die anderen sind eher vorsichtig.

Diese Vorsicht bei einigen Notenbankern kommt nun auch im Markt an. Die Grafik zeigt die Erwartung für das Juni-Meeting und bis Jahresende. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen im Juni um weitere 25 Basispunkte angehoben werden, ist mit 70?% immer noch sehr hoch. Sie lag aber auch schon einmal bei 90?%.

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